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Armenische Flüchtlingsfamilie

GS Cappenberg entsetzt über geplante Abschiebung

CAPPENBERG Im Abschiebe-Drama um die armenische Flüchtlingsfamilie aus Cappenberg hat sich jetzt auch der Fußball-Kreisligist Grün-Schwarz Cappenberg eingeschaltet. Dort spielte der älteste Sohn der Familie, der Vater hatte sich als Betreuer engagiert. In einer Stellungnahme drückt der Verein Entsetzen und Fassungslosigkeit aus.

GS Cappenberg entsetzt über geplante Abschiebung

Der Verein GS Cappenberg - hier ein Symbolbild - ist entsetzt darüber, dass die armenische Familie auseinandergerissen wurde. Eines der Kinder spielte hier Fußball, der Vater half als Betreuer aus.

Andreas Flechtner, Vizepräsident Junioren von Fußball-Kreisligist Grün-Schwarz Cappenberg, und E-Jugend-Trainer Marc Stommer haben eine Stellungnahme verfasst.

Hier der Wortlaut: 

„Völlig fassungslos nimmt auch der Fußballverein GS Cappenberg (GSC) die Geschehnisse rund um die Abschiebung einer Asylbewerber-Familie aus Cappenberg wahr. Die sechsköpfige Familie war bisher nicht nur in Dorfgemeinschaft und Gemeinde voll integriert, sondern auch in den Sportverein. Der älteste Sohn spielt seit etwa zwei Jahren beim GSC. Der Vater hat sich als Betreuer engagiert. Ein Beispiel, dass Integration funktioniert. 

Am vergangenen Freitag wollten Vater und Sohn an einem Abschluss-Zeltlager teilnehmen. Als beide nicht zum Treffpunkt kamen und die Haustür nicht geöffnet wurde, fuhr die Mannschaft los. Erst im Zeltlager erfuhren Trainer und Betreuer, dass der Vater in Abschiebehaft war und der Sohn in einem Kinderheim. Als dies den Kindern mitgeteilt wurde, war das Entsetzen groß. 'Sehen wir unseren Kameraden jetzt nie wieder?' und 'Aber, er hat doch überhaupt nichts getan.' Die Frage nach dem Warum konnte niemand beantworten. 

Wurzeln brutal durchtrennt

Wenn eine Familie Cappenberg als ihr Zuhause betrachtet und die Cappenberger dies genauso sehen, dann spricht das dafür, dass Integration hier gut funktioniert hat. Deshalb hätte seitens der Behörden versucht werden müssen, die geschlagenen Wurzeln der Familie nicht brutal zu durchtrennen. Etwas mehr Augenmaß hätte der Behörde, deren Job schwierig ist, gut zu Gesicht gestanden.

Der GSC schließt sich dem Appell von Pater Altfried Kutsch bezüglich einer schnellstmöglichen Zusammenführung der Familie verbunden mit einer Rückkehr nach Cappenberg uneingeschränkt an.“

 

 

Der Fall um die armenische Familie aus Cappenberg, die wegen der Abschiebung des Vaters auseinander gerissen worden war, und über die Pater Alfried Kutsch berichtet hatte, sorgt für großes Aufsehen. Mittlerweile ist das Thema sogar im Landtag angekommen, möglicherweise kann die geplante Abschiebung in den nächsten Tagen gestoppt werden.

CAPPENBERG/DÜSSELDORF Die Abschiebung der armenischen Familie, die seit drei Jahren in Cappenberg lebte, könnte tatsächlich verhindert werden. Am Donnerstag prüften die Obleute-Runde des Petitionsausschuss des Landtages NRW eine Eil-Petition, die sich mit diesem Fall aus Cappenberg beschäftigt. Damit ist ordentlich Bewegung in die Sache gekommen.mehr...

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