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Königspaar der Borker Schützengilde schwelgt in Erinnerungen

BORK Die Bürgerschützengilde St. Stephanus Bork wird am 1. September den 50. Schützenkönig ihrer Vereinsgeschichte küren. Das 31. Königspaar der Gilde waren Heinrich Sommer und Dorothea Terboven. Acht Tage vor dem Schützenfest schwelgen sie nun in Erinnerungen.

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Schützenpaar vor 38 Jahren: Dorothea Terboven und Heinrich Sommer.

Dorothea Terboven staunt über die Königskette.

1970 holte Heinrich Sommer den Vogel von der Stange. Damit gibt es keinen noch lebenden König, dessen Regentschaft weiter in die Vergangenheit zurückreicht. Der älteste König ist Ferdinand Spahn (95) – er regierte von 1974 bis 1976.  

„Du bist der erste König, den ich erlebt habe“, sagt der Vorsitzende der Bürgerschützengilde Egon Schmidt zu Heinrich Sommer. „Da war ich gerade mal vier Jahre alt“, wirft der amtierende Schützenkönig Wolfgang Worrach in das Gespräch mit seinem Amtsvorgänger und seiner Mitregentin ein. „Ja, wir hatten die Borker im Griff“, sagt Heinrich Sommer mit einem Lachen. Er war damals Rektor der Hauptschule und kann sich noch ganz genau an das Königsschießen vor 38 Jahren erinnern. „Ich hab den Vogel für dich abgeschossen“, sagt er mit einem Blick zu seiner Königin Dorothea, genannt „Dorle“ Terboven. Ich hatte Befürchtungen, dass mein Mann, den Vogel abschießt, der hatte nämlich Ambitionen“, erläutert sie.   Heinrich Sommer habe ihr aber versprochen, dass er den Vogel abschießen würde. Für diesen Fall habe sie zugesagt, Königin zu werden. Die locker dahin gesagten Worte wurden Realität. Beim Vogelschießen war jedoch auch Franz-Josef Terboven dem Königsschuss ganz nahe.

  „Wenn mein Mann König geworden wäre, wäre ich weggelaufen“, sagt „Dorle“ Terboven bestimmt. Den Vogel von der Stange holte aber Heinrich Sommer. Danach, sagt „Dorle“ Terboven, sei alles gewesen wie im Traum. „Das war ein Zirkus, ich war auf nichts vorbereitet.“ Mit Elisabeth Hördemann sei sie losgefahren, um ein Kleid zu kaufen. Ein schönes blaues sei es geworden, erzählt die damals 47-Jährige. Zur Throngemeinschaft wurden kurzerhand die Mitglieder des vorher besuchten Tanzkurses auserkoren. Zu Adjutanten erwählte der König seinen Konrektor Meinolph Schröder und Amtskämmerer Hans Blum.

  „Meinolph hat mir bei jeder Gelegenheit gesagt, dass ich Lächeln muss, ich höre ihn noch heute“, erinnert sich Dorothea Terboven. Heinrich Sommer hat dagegen noch eine ganz andere Anekdote im Kopf. Zwei Jahre später fiel der Schützenfestmontag auf den ersten Schultag. Rektor Sommer, als amtierender König, hätte eigentlich zur Schule gemusst. „Da habe ich kurzerhand die Lehrer durch die Wache verhaften lassen und die Schüler zur Festwiese kommandiert.“ Vor 38 Jahren blieb dies ohne Folgen.

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