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Fußball: Relegation

Norbert Sander über den "Sieg des Willens"

OLFEN Ein echter Kraftakt liegt hinter den Kickern des SuS Olfen. Mühevoll haben sie im ersten Relegationsspiel beim SC Südlohn aus einem 0:1 noch ein 2:1 gemacht. Im Interview spricht Olfens Trainer Norbert Sander rund 20 Stunden nach dem Match noch einmal über das Spiel und wirft auch einen Blick auf das Rückspiel.

Norbert Sander über den "Sieg des Willens"

Herr Sander, wie haben Sie nach dem aufreibenden Spiel in Südlohn geschlafen? Wenig. Ich bin immer wieder wach geworden. Das ist ja auch normal. Es gab ja noch viel aufzuarbeiten, viel zu analysieren. Das macht man ja dann oft in stiller Stunde.

Wie ist die stille Analyse denn ausgefallen? Das war definitiv ein Sieg des Willens. Das wurde in der zweiten Hälfte deutlich, als die Mannschaft eine Schippe draufgelegt hat. Das war physisch ein Gewaltakt. Hut ab für meine Mannschaft.

Die Ausgangslage ist vor dem Rückspiel am Donnerstag gut. Wie viel ist das 2:1 in Südlohn wirklich wert? Eine Menge. Zumal wir zwei Auswärtstore erzielt haben, die im Falle eines Gleichstands doppelt zählen. Aber wir sind gewarnt. Das war am Sonntag ein Spiel auf Augenhöhe. Wir dürfen uns nicht zu sicher fühlen. Fest steht aber, dass wir jetzt der Favorit sind. Am Donnerstag geht es nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen. Am Donnerstag werden vielleicht über 1000 Zuschauer kommen und uns unterstützen. Da gilt es, die Nerven zu behalten. Wir haben die Tür zur Bezirksliga aufgemacht. Jetzt wollen wir auch hindurchgehen.

OLFEN In der Relegation um den Bezirksliga-Aufstieg konnte der SuS Olfen beim Ahauser A-Liga-Meister SC Südlohn einen wichtigen 2:1-Erfolg im Hinspiel feiern. Warum die Böttchers daran ihren Anteil hatten, dass Olfen den Gegner mit einem Sieg zum Rückspiel empfängt, können Sie hier im Liveticker nachlesen.mehr...

Warum hat sich Ihre Mannschaft in der ersten Hälfte so schwer getan? War das ein nervliches Problem, oder war es wirklich der ungeliebte Untergrund Naturrasen? Ich würde sagen, dass mehrere Faktoren dafür verantwortlich waren. Zum einen ist unser Spiel auf Kunstrasen einfach besser. Zum anderen hat es sich um ein Auswärtsspiel gehandelt, und Südlohn war anzumerken, dass es Wiedergutmachung für das erste Relegationsspiel gegen Osterwick betreiben wollten. Zum Dritten hat Südlohn mit einem anderen System gespielt. Durch das 3-5-2 hatten sie im Mittelfeld ständig Überzahl. In der zweiten Hälfte haben wir das allerdings viel besser gemacht. Da haben wir nicht mehr so viel durch die Mitte gespielt. Entschieden hat das Spiel dann aber Marvin Böttcher. Sein Tor war Extra-Klasse. Südlohn hatte extra seinen besten Mittelfeldmann auf ihn angesetzt. Der war immer einen Tick früher am Ball. Marvin war zwischendurch richtig sauer. Aber in der 75. Minute war er trotzdem da und hat das wichtige Tor gemacht.

Andre Zolda ist gegen Mitte der ersten Hälfte umgeknickt und musste vom Feld. Wie geht es ihm. Kann er am Donnerstag wieder spielen? Ich habe gestern Abend noch mit Andre gesprochen. Da war er zuversichtlich, dass es sich nur um eine Bänderdehnung handelt und er am Donnerstag spielen kann. Aber wir müssen mal abwarten was unser Physiotherapeut Jan Chmielewski dazu sagt. Wir müssen auch schauen, wie Sebastian Middeke das Spiel verkraftet hat. Er ist grippegeschwächt in die Partie gegangen, hat mir vor dem Spiel aber versichert, spielen zu können.

Welche Lehren haben Sie aus dem Hinspiel am Sonntag gezogen? Was werden Sie im Rückspiel anders machen? Wichtig ist, dass wir unser Spiel durchsetzen. Wir werden unser System nicht dem Spiel Südlohns anpassen. Innerhalb der Mannschaft werden wir eventuell ein wenig umbauen.

Michael Karwot hat in Südlohn als Rechtsverteidiger angefangen. Geholfen hat er der Mannschaft in der zweiten Hälfte auf der Sechs eher. Er wird also von Beginn an ins Mittelfeld rücken? Er wird zurück ins Mittelfeld rücken.

Ein Unentschieden oder sogar eine knappe 0:1-Niederlage würde dem SuS am Donnerstag reichen. Ist es eine Option auf Ergebnis zu spielen? Gar keine. Das kommt für uns nicht infrage. Damit würde ich der Mannschaft alles nehmen, was sie stark macht. Wir sind zu Hause eine Macht. Und wenn wir mit dem Wissen in das Spiel gehen und es uns gelingt unser Spiel durchzusetzen, dann wird Südlohn die Partie nicht mehr drehen. Da bin ich mir sicher.

OLFEN Die Sanierungsarbeiten am Kunstrasenplatz im Steversportpark in Olfen haben begonnen. Der alte Kunstrasenbelag ist bereits abgetragen, dem Betrachter zeigt sich nur noch ein große schwarze Fläche. Wie das Gelände gerade aussieht, zeigen wir in einer Fotostrecke.mehr...

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