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Wirtschaftsförderpreis der Stadt Selm

Preisträger für Selmer Wirtschaftspreis gesucht

Die Wirtschaft boomt. Da passt es, dass Wikult, der Selmer Wirtschafts- und Kulturförderverein, in diesem Jahr den Wirtschaftsförderpreis der Stadt verleiht. Vorschläge für potenzielle Preisträger werden ab jetzt entgegen genommen.

Preisträger für Selmer Wirtschaftspreis gesucht

Christoph Tiemann (l., mit dem Wikult-Vorsitzenden Helmut Jahnke) hat die Auszeichnung 2016 erhalten. Foto: Foto: Tobias Weckenbrock

Der eigene Chef oder die Chefin vielleicht? Ein Kollege? Ein Traditionsunternehmen, bei dem schon der Großvater arbeitete? Oder vielleicht eines der Unternehmen, das sich erst jüngst in Selm angesiedelt hat? Wer den mit 2000 Euro dotierten Wirtschaftsförderpreis der Stadt Selm, den der Wikult am 22. Juni im Bürgerhaus verleiht, erhalten wird, ist noch offen. „Jeder kann ab jetzt Vorschläge machen“, sagt Vorstandsmitglied Marion Kurpicz. Bis wann das möglich ist und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind, haben wir in Fragen und Antworten zusammengestellt.

Was ist der Wikult eigentlich?


Der Wirtschafts- und Kulturförderverein Selm. Er fördert seit 25 Jahren die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Selm. Der Vereinszweck ist unter Paragraf 2 der Satzung nachzulesen: Es gehe vor allem um zwei Bereiche. Erstens: Kunstausstellungen in Betrieben durchführen, betriebliche künstlerische Betätigung fördern und weitere Kulturprogramme als Alternative und Ergänzung zum städtischen Kulturprogramm anbieten. Zweitens: Gesellschaftliche Kontakte zwischen Trägern des Wirtschafts- und Kulturlebens unter Einbeziehung von Politik und Verwaltung herstellen.

Seit wann gibt es den Wikult?


Seit 25 Jahren. Der damalige Stadtdirektor, Dr. Gerhard Wegener hatte 1992 die Idee, ihn ins Leben zu rufen. Von Selmer Unternehmern, Künstlern, kunstinteressierten Bürgern und von der Sparkasse Lünen und der Volksbank Selm-Bork erhielt er damals Unterstützung. Sie gründeten damals den gemeinnützigen Verein.

Gehörte das Verleihen der Förderpreise für Kultur und Wirtschaft schon immer zu den Aufgaben des Wikult?


Nein, das ist erst seit 2014 so. „Wir haben das damals von der Stadt übernommen“, sagt Marion Kurpicz. Förderung und Wertschätzung wirtschaftlichen und kulturellen Erfolges und Engagements sei ohnehin zentraler Bestandteil der Arbeit des Vereins. Da sei es naheliegend gewesen, die Stadt zu entlasten. „An dem etablierten Namen haben wir aber festgehalten“, so Kurpicz: Verleihung des Wirtschafts- und Kulturförderpreis der Stadt Selm.

Lediglich ein „durch den Wikult“ habe der die Unternehmerinitiative angehängt.

Seit wann gibt es diesen Selmer Förderpreis denn und wer wurde bislang ausgezeichnet?

Seit 1985. Das sind alle Preisträger: Annette Murlowski, Hildegard Schattenberg, Christiane Fechte, Simone Kück (alle 1985), Michael Kuhlmann (1986), Holger Schwitalla (1987), Theo Bleckmann (1988), Markus Mußinghoff (1990), Michael Steinbrecher (1992), Kinderchor Selm (1993), Doris Cymontkowski, Meike Uhlitzsch (beide 1994), Silke Andrea Schuemmer (1996), Verena Volkmer (1998), Susanne Murlowski (2002), Ralf Damberg (2014), Christoph Tiemann (2016).

Wird der Preis alle zwei Jahre verliehen?


Genau – und zwar im Wechsel. In diesem Jahr ist wieder der Wirtschaftsförderpreis an der Reihe, nachdem 2016 mit dem Kabarettistin Christoph Tiemann ein Kulturschaffender ausgezeichnet worden war. Der jüngste Wirtschaftspreisträger ist Ralf Damberg, der damalige Geschäftsführer des Forschungs- und Technologiezentrums Ladungssicherheit Selm (Lasise).

Welche formalen Voraussetzungen sind zu erfüllen, um den Preis zu erhalten?


„Vorgeschlagene Kandidatinnen oder Kandidaten oder Personengruppen müssen ihren Geburtsort oder Wohnsitz in Selm haben oder längere Zeit in Selm gelebt haben“, so Kurpicz. Sie müssten durch ihre wirtschaftliche oder künstlerische Leistung „das Ansehen der Stadt Selm gefördert oder über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar vertreten haben“. Vereine seien von der Preisverleihung ausgeschlossen. Eine posthume Ehrung sei ebenfalls nicht vorgesehen.

Wer kann Vorschläge machen?


Jeder. „Wir sind gespannt auf die Vorschläge“, sagt die Wikult-Schriftführerin. Beim letzten Mal seien neun unterschiedliche Vorschläge eingegangen: „eine gute Basis für die Auswahl.“

Und wie?


Per Mail, und zwar an die Adresse info@wikult.de unter dem Stichwort „Wirtschafts- und Kulturförderpreis 2018“. Einsendeschluss ist der Dienstag nach Ostern: 3. April.

Wer wählt unter den Vorschlägen aus?

Eine Jury mit Vertretern der Stadt der Bürgerschaft, der Wirtschaft, des Kulturbereichs und des Vereins Wikult selbst.

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