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"Scholle" war kurze Zeit weg

KREISGEBIET Sebastian Scholz, Torwart des SuS Olfen, hatte sich den Sonntagnachmitag sicherlich anders vorgestellt. Sein Kollege Bernd Formann auch. Für ihn waren 90 Spielminuten noch nicht genug, er schaffte ein deutlich größeres Pensum. Über Pilze auf dem FCN-Geläuf und viele weitere Dinge am Rande der Partien lesen Sie in den Montagsgesprächen. Jetzt. Hier.

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Werner Kretschmer, Vorsitzender des Fußballkreises Lüdinghausen.

Felix Nottbeck (r.) zog sich einen Muskelfaserriss zu.

Am Sandforter Weg haben die Reservespieler nun ein Dach über dem Kopf.

Schichtwechsel in Olfen: Bernd Formann übernimmt die Torwarthandschuhe des verletzten Sebastian Scholz.

"Scholle", so der Spitzname von Torwart Sebastian Scholz, bot gegen den TuS Ascheberg die gewohnt solide Leistung, riskierte in vielen Szenen Kopf und Kragen. So auch Mitte der zweiten Halbzeit. Er stürzte sich nach einer Flanke ins Getümmel, wehrte den Ball ab, stieß dabei jedoch mit dem Knie des Aschebergers Hendrik Füchtling zusammen.

"Scholle" blieb regungslos liegen, hatte für einen Moment das Bewusstsein verloren. Nach einer längeren Behandlung biss er die Zähne zusammen, versuchte, das Spiel durchzustehen. Doch einige Minuten später holte ihn Coach Dominik Slomka doch zur Sicherheit vom Feld. Noch etwas benommen nahm "Scholle" auf der Bank Platz.

Doppelter Einsatz

Mit einer tollen Leistung hatte Bernd Formann im Tor der Dritten des SuS den 1:0-Erfolg festgehalten. Nach dem Schlusspfiff der C-Liga-Partie war für Formann aber noch nicht Schluss. Nach der Verletzung von "Scholle" musste er ins Tor der Ersten. Und Formann hielt auch dort lange den Kasten sauber, ehe die Gäste in der 98. Minute doch noch den Ausgleich schafften - Bernd Formann war in dieser Szene machtlos.

Biologische Kulturen

Auf der ungeliebten Asche musste der FC Nordkirchen am Sonntag sein Spiel gegen den PSV Bork ausgetragen. Der Grund war aber dieses Mal nicht das schlechte Wetter, sondern biologische Kulturen. Pilze haben sowohl den Hauptrasenplatz als auch den Trainingsrasenplatz des FC Nordkirchen befallen. Um diese nicht weiter zu verschleppen, sperrte die Gemeinde beide Rasenplätze.

Nottbeck im Pech

Mit Felix Nottbeck reiht sich ein weiterer Spieler in die Verletztenliste des FC Nordkirchen ein. Der Neuzugang hat sich nach eigener Aussage erneut einen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel zugezogen. Nottbeck fiel deshalb schon einmal in dieser Saison aus. Besser sieht es bei Emil Schwick aus. Nach seiner OP will er in der nächsten Woche wieder mit dem Lauftraining beginnen und im neuen Jahr wieder angreifen.

Regen, na und?

Nicht mehr im Regen müssen die Auswechselspieler von GW Selm auf dem heimischen Aschenplatz stehen. Seit letzter Woche stehen jeweils zwei Wellblechhäuschen auf einer der beiden Seiten. Die Premiere der Häuschen verlief beim 0:1 gegen Alstedde aber nicht optimal.

Masic' Vorteil

Dass es durchaus vorteilhaft sein kann, einen Torwart und seine Eigenarten zu kennen, bewies Alsteddes Haris Maric beim Auswärtsspiel in Selm. Im letzten Jahr kickte er noch mit GW-Keeper Sebastian Achtstetter in einer Elf, ehe Achtstetter seinem Trainer Klaus Ruhoff nach Selm folgte.

"Ich wusste, dass Sebastian die Ecke aufmacht", so Masic nach dem Spiel. Alsteddes Kapitän hatte das Spiel mit seinem Freistoß zehn Minuten vor Schluss entschieden. Er lupfte den Ball gefühlvoll über die Selmer Mauer genau in die Torwartecke, die Achststetter kurz zuvor freigemacht hatte. "Kein Vorwurf an Sebastian, als Torwart musst du da spekulieren", machte Ruhoff seinem Keeper nach dem Spiel keinen Vorwurf.

Vergebliches Hoffen

"Hohen Besuch" empfing der SV Südkirchen am Sonntag beim Heimspiel gegen SV Holzwickede. Werner Kretschmer, Vorsitzender des Fußballkreises Lüdinghausen und Staffelleiter der Kreisliga A, kam aus Nordkirchen in den Nachbarort und wurde von Jürgen Biesen auch über den Stadionlautsprecher begrüßt.

"Ich hoffe, Sie drücken uns die Daumen", so Biesen zu Kretschmer und hatte natürlich den lang ersehnten ersten Heimsieg im Sinn. "An mir soll es nicht scheitern", scherzte Kretschmer zurück. Doch alles Daumen drücken half nichts. Der SVS verlor auch gegen das bisherige Schlusslicht mit 0:2 und steckt tiefer denn je im Abstiegskampf.

   

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