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Schulausschuss berät Ganztagsbetreuung an weiterführenden Schulen

SELM An den Selmer Grundschulen und der Pestalozzischule läuft die Ganztagsbetreuung vorbildlich. Nun rückt das Thema auch für die weiterführenden Schulen in den Mittelpunkt.

Schulausschuss berät Ganztagsbetreuung an weiterführenden Schulen

Für den Bau einer Mensa am Gymnasium sollen Mittel beantragt werden.

Faktisch gibt es an allen Schulen bereits einen Ganztagsbetrieb. An der Erich-Kästner-Hauptschule werden schon genauso Kinder nachmittags unterrichtet wie an der Realschule und am Gymnasium. Die Hauptschule hat zwar den gebundenen, also verpflichtenden Ganztag abgelehnt. Dennoch geht es auch hier nicht ohne Schulstunden am Nachmittag. Dafür gibt es eine Übermittagbetreuung mit Essensangebot.Gegen gebundenen Ganztag

Vor dem Hintergrund der Schulzeitverkürzung bis zum Abitur und der damit erforderlichen Ausweitung des Unterrichts am Nachmittag hat die Landesregierung nun eine Ganztagsoffensive für die Schüler der Sekundarstufe I gestartet. Dazu gehören die Einrichtung von Ganztagsrealschulen und -gymnasien oder auch ein umfangreicher Investitionsplan, das so genannte "1000-Schulen-Programm". Dazu gehört auch eine pädagogische Übermittagbetreuung für Jugendliche, die nachmittags Unterricht haben, unter dem Titel "Geld oder Stelle". Dies alles wurde am Dienstag in der Sitzung des Ausschusses für Familie und Schule diskutiert. Dabei trugen der Direktor des städtischen Gymnasiums Ulrich Walter und Realschulleiter Dr. Rainer Fiesel die Positionen ihrer Schulen vor. Am Gymnasium hat sich die Schulkonferenz gegen einen gebundenen Ganztag ausgesprochen. Man möchte lieber Mittel aus den Programmen "Geld oder Stelle" und aus dem 1000-Schulen-Topf bekommen.

In die gleiche Richtung gehen die Überlegungen an der Realschule. Aus dem Landesprogramm "Geld oder Stelle" möchte die Schule Geld für die Übermittag- und Ganztagbetreuung ihrer Schüler.

Dem Wunsch der beiden Schulen folgte der Fachausschuss am Dienstag und beschloss die Teilnahme am Programm "Geld oder Stelle" ab 1. Februar 2009 für die Sekundarstufe I der weiterführenden Schulen in Selm. Ferner empfahl der Ausschuss dem Rat die Teilnahme am "1000-Schulen-Programm".Mensa für das Gymnasium

Daraus sollen unter anderem Mittel zum Bau einer Mensa im Gymnasium beantragt werden. Daran müsste sich die Stadt als Schulträger mit 50 Prozent beteiligen. Das werde wegen der angespannten Haushaltslage nicht leicht, stellte Beigeordnete und Kämmerin Sylvia Engemann fest. Aber die Politik könne diese Investition auf der Prioritätenliste weit nach oben setzen. Genau das wollen die Schulpolitiker auch tun. Darüber waren sich alle Fraktionen einig.

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