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Einstellung der Arbeit

Selmer Ausbildungshilfe spendet ihr letztes Geld

SELM Seit Dezember 2014 ist bekannt, dass die Ausbildungshilfe Selm ihre Arbeit einstellen wird. Jetzt hat sie den Rest ihres Guthabens gespendet. Bei diesem Anlass wurde auch die Frage geklärt, wer eigentlich die Aufgaben des Vereins übernommen hat.

Selmer Ausbildungshilfe spendet ihr letztes Geld

Hubert Schaeper (l.) und Christiane Damberg (2.v.l.) vom Verein Ganz Selm freuen sich über die Spende der Aubildungshilfe genauso wie Ulla Rottmann (2.v.r.) und Dagmar Göbel (r.) vom Team der Stadtranderholung St. Josef. Übergeben wurden die symbolischen Schecks von Marie-Lis Coenen (v.l.), Jutta Steiner und Annette Langals, die die Ausbildungshilfe 2004 mit ins Leben gerufen hatten.

Nach zehn Jahren war Ende 2014 Schluss für die Ausbildungshilfe Selm. Der Verein hatte beim Amtsgericht Lünen den Antrag zur Aufhebung ihres Vereinsstatus gestellt. Und jetzt hat das Prozedere ein Ende.

Gegründet worden war die Ausbildungshilfe 2004 zu dem Zweck, jugendliche Schulabgänger bei ihrem Sprung in die Arbeitswelt zu unterstützen. Es gab einfach zu wenig Ausbildungsstellen. Damals habe es drei Bewerbungen auf eine Stelle gegeben, erinnert sich Gründungsmitglied Jutta Steiner. „Anfänglich war unsere Arbeit wichtig und dringend erforderlich“, sagt Marie-Lis Coenen, die durchgängig Vorsitzende des Vereins gewesen ist.

SELM Wie viele Jugendliche über die Ausbildungshilfe Selm eine Lehrstelle gefunden haben, können die Verantwortlichen nicht mit Gewissheit sagen. Sicher ist: Es waren viele. Im Video verrät die Vorsitzende des Vereins, warum die Ausbildungshilfe jetzt eingestellt wird - und wie der Verein zum Abschluss noch mal hilft.mehr...

Sehr wenige Lehrstellen hätten die Suche der Schulabgänger oftmals aussichtslos erscheinen lassen. „Genau in diesen Fällen haben wir mitgeholfen“, beschreibt Selms ehemalige Bürgermeisterin, Marie-Lis Coenen. Es sei bei Unternehmen darum geworben worden, Lehrstellen zu schaffen. Persönlicher Einsatz sowohl vor Ort bei Unternehmen als auch im Gespräch mit Jugendlichen seien der Hauptteil der Arbeit gewesen.

Ausbildungshilfe wurde durch bessere Situation überflüssig

Im Laufe der Jahre habe sich die Situation allerdings grundlegend verändert – und zwar zum Positiven. Es habe zwischenzeitlich mehr Stellen als Bewerber gegeben, erinnert sich Coenen. Sie führt diesen Umstand auf die veränderte Arbeit in Schulen, Behörden und Institutionen wie der IHK zurück: „Das Beratungsangebot hat sich deutlich verbessert.“

BORK Die Entscheidung für einen Ausbildungsplatz kann das ganze Leben beeinflussen. Umso wichtiger ist es, sich damit eingehend auseinander zu setzen und den passenden Beruf für sich zu finden. Jetzt wurde in den Räumen der Hauptschule das Berufsorientierungsbüro eröffnet.mehr...

Die Arbeit der Ausbildungshilfe mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sei somit überflüssig geworden. Man habe sich zur Auflösung entschieden. Übrig geblieben ist noch eine „Spardose“. Denn der Verein hat sich sowohl aus Spenden als auch aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. 

„Wir freuen uns nun, mit diesem Geld zwei Selmer Institutionen unterstützen zu können“, erklärte Marie-Lis Coenen am Dienstag. Mit jeweils 1793 Euro wurde das Team der Stadtranderholung St. Josef für ihre Ferienmaßnahme als auch der Verein GANZ Selm bedacht, der die Ganztagsbetreuung für alle Selmer Schulen koordiniert.

Stadt und Jobcenter übernehmen Aufgaben

Bleibt die Frage offen, wer seit Ende 2014 eigentlich die Aufgaben der Ausbildungshilfe übernommen hat. „Ein Netzwerk“, sagt Marie Lis Coenen. Es hätten sich in den vergangenen Jahren unendlich viele und gute Angebote entwickelt. 

SELM Seit acht Jahren gibt es die Ausbildungshilfe Selm. Im Interview mit Redakteur Malte Woesmann spricht die Vorsitzende der Ausbildungshilfe, Marie-Lis Coenen, unter anderem über die Aufgaben und die Schwierigkeiten bei der Vermittlung.mehr...

Bei der Stadt Selm ist Monika Raman für das Übergangsmanagement Schule-Beruf zuständig. „Die Schüler und Schülerinnen werden frühzeitig bei der Berufsorientierung, der Berufswahl und einer koordinierten Übergangsgestaltung unterstützt“, sagt sie. So schnell wie möglich solle den Jugendlichen nach der Schule eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung und Studium eröffnet werden, um unnötige Warteschleifen zu vermeiden, um so eine gute berufliche Zukunft für „Fachkräfte von morgen“ zu sichern, so Raman.

Darüber hinaus koordiniert Monika Raman die „Jugendberufsagentur Selm“, eine rechtsübergreifende Kooperation zwischen der Stadt Selm, des Jobcenter Kreis Unna und Agentur für Arbeit Hamm. Um die Entwicklung junger Menschen von der Schule bis zum dauerhaften Einstieg in das Erwerbsleben nachhaltig zu unterstützen, arbeiten diese Dienststellen zusammen.

SELM Sie war lange Jahre Leiterin des Selmer Sozialamtes, von 1999 bis 2004 erste hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt Selm ist Ehrenvorsitzende der Selmer Sonnenkinder und weiterhin in der Ausbildungshilfe aktiv. Über zu wenig Arbeit kann sich Marie-Lis Coenen nicht beschweren. Jetzt hat sie ein weiteres Amt.mehr...

Berufsorientierung wird auch an Schulen angeboten

Individuelle Hilfen im Einzelfall werden innerhalb der Jugendberufshilfe angeboten. Beratungstermine finden sowohl im Amtshaus Bork als auch im Ortsteil Selm, „Haus Nienkamp 28“ statt.

Im Berufsorientierungsbüro der Otto-Hahn-Realschule steht Monika Raman dienstags zur Verfügung und arbeitet eng mit den Studien- und Berufswahlkoordinatoren zusammen. Enge Kooperation besteht vor allem mit der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule, mit der ein gemeinsames Konzept „Berufsorientierung“ erarbeitet wurde. Auftakt wird 2017 das gemeinsame Projekt „Komm auf Tour Meine Stärken, meine Zukunft“ sein, an dem 141 Sekundarschüler der siebten Klassen teilnehmen werden.

SELM An mehr als 350 Hochschulen in Deutschland gibt es mehr als 12.000 Studiengänge. Zudem stehen ca. 350 Ausbildungsberufe zur Wahl. Wie sollen Schüler sich da orientieren? Selmer Gymnasiasten können sich analysieren lassen. Für 119 Euro.mehr...

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