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Selmer Wertstoffhof soll die Straßenseite wechseln

Wertstoffhof-Beschwerden mehren sich

Der Wertstoffhof in Selm gilt als unpraktisch und sogar gefährlich. Die Verkehrslage an der Industriestraße ist außerdem schwierig. Jetzt ist aber Abhilfe geplant.

Selm

von Sylvia vom Hofe

, 13.06.2018
Selmer Wertstoffhof soll die Straßenseite wechseln

Treppenreich: Der Wertstoffhof in Selm ist ziemlich unpraktisch. © Foto: Theo Wolters

Die Treppen zu den Containern seien ein echtes Problem, sagt Stephan Schwager, Geschäftsführer der Stadtwerke. Wer nicht gut zu Fuß ist, habe Probleme, hinauf zu steigen, um seinen Müll in einen der dafür vorgesehenen Behälter zu werfen: ob Holz, Metall, Sperrmüll und Grünabfall. In mindestens einem Fall sei ein Bürger auf der Treppen so gestürzt, dass er sich Verletzungen zugezogen hat.

Schwierige Verkehrslage

„Die Beschwerden über unseren Wertstoffhof mehren sich“, fasst Schwager zusammen – nicht nur über die leidigen Stufen, sondern auch über die unbefriedigende Verkehrssituation. Daran kann auch die Tatsache nichts ändern, dass die Entsorgung auf dem Wertstoffhof seit 2016 kostenlos ist. „Was sich in der Industriestraße abspielt, ist mitunter dramatisch“, sagt er mit Blick auf lange Staus, entnervte Fahrer und den einen oder anderen Blechschaden. Der Status Quo sei unbefriedigend, fasst Schwager zusammen. Aber er hat auch einen Lösungsvorschlag.

Mehr Benutzerfreundlichkeit

Der zurzeit etwa 3000 Quadratmeter große Wertstoffhof befindet sich an der Industriestraße 19 – noch: Schwager wünscht sich, dass die Anlage möglichst schnell auf die andere Straßenseite wechselt – auf die Freifläche direkt neben dem Übergangsheim. „Eine 5000 bis 7000 Quadratmeter große Fläche“, die benutzerfreundlich zu gestalten sei, wie er am Dienstagabend den Mitgliedern des Umweltausschusses sagte.

Diese Gestaltung ist allerdings gar nicht so einfach. Denn eine naheliegende Lösung – Container im Boden versenken – scheidet aus. „Wir möchten nicht allzu weit in die Tiefe gehen“, sagt Schwager. Das Grundstück sei aufgrund von Selms Bergbauvergangenheit Altlastenverdachtsfläche. Da Treppen ausscheiden, setzt Schwager auf eine Alternative: eine befahrbare Rampe. Die Autos der Nutzer sollen im Einbahnstraßensystem, das Begegnungsverkehr ausschließt, durch die neue Anlage fahren können – hinauf zu den Containern. Die Einwurfhöhe werde nicht höher sein als 1,20 Meter.

400.000 Euro Kosten

Die Kosten für einen neuen Wertstoffhof kann Schwager bislang nur schätzen: etwa 400.000 Euro ohne das Grundstück, in dessen Eigentum die Stadtwerke bereits sind.

Was aus der Fläche des bisherigen Wertstoffhofes werde, wollte ein Ausschussmitglied wissen. Sie könne als Lager und Parkplatz genutzt werden.

Geöffnet ist der Wertstoffhof dienstags, 8 bis 13 Uhr, mittwochs, donnerstags und freitags, 14 bis 18 Uhr, und samstags, 8 bis 13 Uhr.
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