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Aktive Mitte in Selm

So soll die Stadt am Wasser aussehen

Selm Die Stadt am Wasser in Selm nimmt Gestalt an – auf dem Papier. Die Jury hat jetzt den Entwurf eines Stadtplanungsbüros prämiert. Dieser zeigt das Neubaugebiet so, dass es seinem Namen alle Ehre macht.

So soll die Stadt am Wasser aussehen

So könnte sie aussehen: die Stadt am Wasser.

Heute liegt ein großer Acker zwischen Sportgelände im Süden, Grüner Weg im Norden, Münsterland Straße im Osten und Selmer Bach im Westen: das 7,5 Hektar große Baugebiet der Zukunft mitten in Selm. Sein Name: neue Stadt am Wasser. Dass dort Selmer im nächsten Jahrzehnt ein Zuhause finde sollen, ist längst beschlossene Sache. Wie sich Wohnhäuser, Straßen und Grünflächen und Wasser verteilen werden, war bislang offen. Das hat ein städteplanerischer Wettbewerb geändert. Am Mittwochabend haben die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung in der Burg Botzlar den den Siegerentwurf zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Wer hat den Wettbewerb gewonnen?


Die Stadtplaner- und Architekten-Partnerschaft Heinz Jahnen Pflüger aus Aachen. Das Büro hat sich gegen sechs andere Bewerber durchgesetzt. Kriterien waren nach Mitteilung von Thomas Wirth, der bei der Stadt Selm für Projekte des Strukturförderprogramms Regionale 2016 zuständig ist, unter anderem das stadtgestalterische Gesamtkonzept und die atmosphärisch-gestalterische Qualität. Einen Tag lang habe das Preisgericht aus externen Fachleuten und Vertretern der Verwaltung und Politik getagt und dann den Entwurf „000007“ bei „fast einstimmigen Ergebnis“ zum Sieger gekürt, so Wirth. „Erst danach haben wir erfahren, von wem der Entwurf stammte.“

Wie passt sich das Baugebiet in die gesamte „Aktive Mitte“ ein: dem neuen Zentrum, das die Stadt Selm gerade als Regionale-Projekt am Gymnasium, rund um das Sportgelände und der angrenzenden Aue des Selmer Bachs bauen lässt?


Sehr gut, wie Bürgermeister Mario Löhr meint. Das liege vor allem an der zentralen Achse, die sich über den Campus-Platz an den Schulen, am Jugendzentrum und dem Sportgelände vorbei zieht. „Im Baugebiet wird sie wieder aufgegriffen“ – allerdings nicht nur als schnurgerade Flaniermeile. „Unser Entwurf sieht vorne einen Platz vor“, sagt Tina Pörsel vom Planungsbüro Heinz Jahnen Pflüger: „Einen zentralen Bereich mit Aufenthaltsqualität.“ Und mit Wasser zum Planschen im Sommer und zum Eislaufen im Winter.

Wo ist Wasser im Wohngebiet Wohnen am Wasser?


Der Name weist auf den künftigen Auenpark im Westen hin. Dort wird sich der zurzeit noch in ein enges Korsett geschnürte Selmer Bach ausbreiten. Von jedem Haus im neuen Baugebiet soll laut Prösel dieser Park gesehen werden können. Damit aber nicht genug. „Im Bereich der Haupterschließungsstraße möchten wir eine Wasserachse anlegen.“ Zwischen der Münsterlandstraße im Osten und dem Beginn des Parks im Westen sind mehrere Becken geplant. Wie sie wassertechnisch angelegt werden? Woher sie gespeist werden? Das seien alles Fragen, die Fachingenieure noch klären müssten.

Wie wird man wohnen können in der Wasserstadt?


Gut bis exklusiv. „Das sind schon besondere Grundstücke“, sagt Bürgermeister Löhr. Parallel zur Münsterlandstraße haben die Planer dreigeschossige Häuser vorgesehen: einen richtigen Riegel miteinander verbundener Gebäude, die zugleich als Schallschutz dienen sollen. Richtung Park werden die Häuser niedriger und die Grundstücke größer. 80 bis 100 Häuser unterschiedlicher Größe sind insgesamt geplant.

Was passiert jetzt?


Jetzt wird der Bebauungsplan entwickelt: ein Verfahren, das etwa eineinhalb Jahre dauern wird.

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