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Streifzug mit ungarischen Gästen

SELM Eine Stadt-Kultur-Führung und damit einen Streifzug durch die bewegte Historie Selms, erlebten Gäste aus Ungarn und Großbritannien. Anlass war das Kick-Off-Meeting, das erste Treffen zur offiziellen Vorbereitungt, im Rahmen des Kulturhauptstadt Projektes TWINS2010, an dem sich die Stadt gemeinsam mit ihren Partnern aus Workington und einer Revue beteiligen wird.

Streifzug mit ungarischen Gästen

Pater Altfried Kutsch führte die Gäste aus Ungarn und Großbritanien durch die Stiftskirche.

„Das Kick-Off-Meeting sollte ein Anstoß sein, sich mit seinen Partner- und Ruhrgebietsstädten stärker zu vernetzten, um ein Kulturprogramm für TWINS2010 zu erarbeiten“, erklärt Petra Bröscher, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftvereins das Ziel des Austausches.

Route durch alle drei Ortsteile

Das Team des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften hatte für seine Gäste eine Route durch alle drei Orte erarbeitet. Zuerst wurde die Stiftskirche in Cappenberg besichtigt und Pater Altfried Kutsch übernahm die Führung der Gruppe. Viel Interessantes über Cappenberg, das Fürstengeschlecht, die Kirche und ihr kostbares Inventar wusste er zu berichten und beeindruckte mit profundem Wissen über geschichtliche Zusammenhänge die europäischen Gäste. Nach einem Rundgang durch den Park, ging es weiter zur alten Synagoge nach Bork, in der Margret Göhler den Besuchern über die Geschichte der Landsynagoge erzählte.

  Auch wenn die Ungarin Zsuzsa Bölcskeiné zunächst aus persönlichen Gründen lieber Duisburg besichtigt hätte, war sie froh in Selm zu sein und berichtete über ihren Heimatort: „Ajka ist eine sehr junge Stadt, früher war es ein kleines Dorf, bis man Bodenschätze fand. Alle alten Gebäude wurden abgerissen und durch Plattenbauten ersetzt, so dass uns nun unser geschichtlicher Hintergrund fehlt. Gerade deshalb finde ich es toll hierher gekommen zu sein.“ Beate Kispal übersetzte für die ungarische Besucherin. Kispal ist Beauftragte für die Städtepartner Unnas zu denen Ajka zählt. Ihr Begleiter Mészáros József fügte noch hinzu, dass Ajka heute 30 000 Einwohner habe, die aus über 200 Städten stammen und um Arbeit zu finden nach Ajka gezogen seien.

Synagoge und Stolpersteine

Noch in der Synagoge erzählte Joachim Friedrich über das Projekt Stolpersteine von Gunter Demnig, das bei den Gästen auf reges Interesse stieß, bevor man die ins Pflaster eingelassenen Messingplatten besichtigte. „Mir war es ein Anliegen nach Selm zu kommen, wegen des Engagements der Verantwortlichen“, sagte Christina Kemnitz. Sie ist die Projektmanagerin für TWINS2010 und führte weiter aus: „Ich wollte auch unbedingt mal den nördlichen Teil des Ruhrgebiets kennen lernen, da er mit seinen historischen Aspekten sehr im Gegensatz zur Industriekultur steht.“

Auf ausdrücklichen Wunsch der Gäste besichtigte die Gruppe noch die Friedenkirche und die ehemalige Zeche Hermann. „Auf der regionalen wie auch auf der europäischen Ebene haben wir uns besser kennen gelernt“, zog Bröscher das Resumee, denn beim Abschied haben die Gäste aus Ungarn zu einem Gegenbesuch geladen und deutlich gemacht, wie sehr sie den Aufenthalt in Selm genossen haben.

  

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