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Darum verschwinden die Schachtringe aus dem Stadtgebiet Selm

Abschied von gelb-roten Blumenkübeln

Jahrelang haben die Schachtringe im Selmer Stadtgebiet farbige Akzente gesetzt. Für das Projekt, das von Anfang an für Diskussionen gesorgt hatte, ist die Zeit jetzt abgelaufen.

Selm

von Sylvia vom Hofe

, 01.06.2018
Darum verschwinden die Schachtringe aus dem Stadtgebiet Selm

Zwei der letzten Schachtringe am Cappenberger Zunftbaum. © Foto: Sylvia vom Hofe

Anfang Juni, doch in den öffentlichen Blumenkübeln unter dem Cappenberger Zunftbaum herrscht öde Leere. Das gelbe und das rote Betonelement sind nur mit Erde gefüllt, Blumen – Fehlanzeige. Das ist kein Versehen, sondern durchaus so gewollt. Denn die Schachtringe, wie die Kübel heißen, haben ausgedient. Dabei waren sie ursprünglich mehr als nur etwas klobige Blumentöpfe.

Ob an den Bahnhöfen, an Kreisverkehren oder an anderen zentralen Stellen in den drei Ortsteilen: Überall waren die 80 Kübel in den vergangenen Jahren anzutreffen. Jeweils ein gelber und ein roter waren im Mai 2012 paarweise aufgestellt worden: ein Projekt der Umwelthaus gGmbH für langzeitarbeitslose Jugendliche.

Zwölf Selmer Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren waren damals acht Monate lang damit beschäftigt. „Das war ein gutes Projekt“, sagt Bürgermeister Mario Löhr rückblickend, „es hatte aber auch seine Zeit.“ Und die ist jetzt um. Die Mitarbeiter der Stadtwerke Selm hätten bereits das Gros der in die Jahre gekommenen Schachtringe eingesammelt. „Auch die restlichen Ringe werden bald abgebaut.“ Dazu gehören auch die beiden auf dem Platz unter dem Zunftbaum an der Ecke Borker Straße/Freiherr-vom-Stein-Straße in Cappenberg.

Im Stadtrat hat niemand den Betonelementen in den Farben des Stadtwappens – eigentlich Rot und Gold, aber in Ermangelung goldener Betonfarbe nahmen die Jugendlichen Gelb – nachgeweint. Ganz im Gegenteil: Wilfried Zimmermann (UWG) hatte sich in der jüngsten Sitzung erkundigt, wann denn endlich alle unansehnlich gewordenen Ringe verschwinden würden.

Früh auch Kritik

Bereits 2012 waren die Meinungen geteilt. Einzelne Bürger hatten von vorne herein die damals noch grellbunten Tiefbauringe kritisiert, wie ein Blick ins RN-Archiv zeigt.

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