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Weiterführende Schulen in Selm

Wenn Schüler zu Pendlern werden

Selm Nach der Grundschule kommt die weiterführende Schule – das ist klar. Doch ob es unbedingt eine Selmer Schule sein muss schon weniger. Besonders in Bork entscheiden sich viele zum Pendeln. Warum ist das so?

Wenn Schüler zu Pendlern werden

Nicht nur Erwachsene pendeln jeden Tag mit der Bahn oder mit dem Auto zu ihrer Arbeitsstelle, auch Schüler werden mitunter zu Pendlern. Besonders viele von ihnen kommen aus Bork. Wie die Stadt Selm mitteilt, haben sich in der aktuellen Anmeldephase für die weiterführenden Schulen, die Ende Februar begann, nur 43 Prozent der Viertklässler der Grundschule auf den Äckern mit ihren beiden Standorten in Bork und Cappenberg dafür entschieden, an eine der Selmer Schulen zu wechseln. Zum Vergleich: von der Overbergschule sind es 72 Prozent, von der Ludgerischule 76 Prozent der Viertklässler. Warum ist das so?

Anja Knipping, Schulleiterin der Grundschule auf den Äckern, sieht darin einen ganz einfachen Grund: „Es ist so, dass sich die Borker oder Cappenberger ohnehin in den Bus setzen müssen.“ Daher seien die Eltern eher gewillt, sich auch in Lünen, Nordkirchen oder Werne umzuschauen. Schüler aus Selm könnten unter Umständen mit dem Fahrrad zur Schule fahren oder zu Fuß gehen. „Das hat dann natürlich auch Priorität“, so Knipping. Da Borker und Cappenberger Kinder aber ohnehin den Schulbus nutzten, seien die Schulen außerhalb Selms eine Alternative.

Schließlich böten die Schulen in Lünen und Nordkirchen auch andere Schulformen– wie eine Realschule oder eine Gesamtschule. In Selm hingegen läuft die Realschule bald aus, und statt einer Gesamtschule gibt es mit der Selma-Lagerlöf-Schule eine Sekundarschule. Die Nordkirchener Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule ist bei den künftigen Schulpendlern aus Selm gerade besonders beliebt.

Nordkirchen und Olfen beliebt

Laut einer vorläufigen Auflistung der Stadt Selm – Nachmeldungen sind zurzeit noch möglich – werden in der neuen fünften Jahrgangsstufe der Nordkirchener Gesamtschule 33 Kinder aus Selm unterkommen: mit Abstand die beliebteste Wahl, wenn es um eine Schule außerhalb Selms geht. Zehn Selmer Kinder werden der Aufstellung zufolge auf Realschule nach Altlünen gehen und neun auf die Wolfhelm-Gesamtschule nach Olfen. Weitere Kinder wechseln nach Werne oder Lüdinghausen.

Dass das Interesse von Selmer Eltern an der Nordkirchener Gesamtschule grundsätzlich gestiegen sei, glaubt Knipping nicht. Die Schule habe nur mehr Kinder aufgenommen. „Wir haben ein bisschen mehr Kinder aus Selm als im Vorjahr“, bestätigt Ulrich Vomhof, Leiter der Gesamtschule in Nordkirchen. Von einem eindeutigen Trend könne man aber nicht sprechen, da durch Losverfahren entschieden wurde. Warum gerade Nordkirchen?

Tag der offenen Tür wichtig

Vomhof vermutet, dass es eine Rolle spiele, wenn auch schon Geschwisterkinder dort zur Schule gehen. Die gymnasiale Oberstufe unter dem Dach der Gesamtschule sei ebenfalls ein Faktor, meint er. Die Selmer Sekundarschule bietet zwar auch den Wechsel in die gymnasiale Oberstufe an – aber auf einer anderen Schule.

Für Nordkirchen hat sich Sandra Rademacher aus Bork entschieden. Sie hatte sich für ihren Sohn sowohl an der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule als auch an der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule am Tag der offenen Tür umgeschaut – und sich dann für Nordkirchen entschieden. „Ich habe das Gefühl, dass mein Sohn dort gut aufgehoben ist“, sagt sie. Ob er aber auch tatsächlich in Nordkirchen angenommen wird, steht noch nicht fest. Der Junge hatte zunächst eine Absage erhalten und ist erst einmal in Altlünen angemeldet. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Die Tochter von Susan Gronow wird im nächsten Schuljahr nicht nach Selm, sondern nach Werne wechseln auf eines der zwei Gymnasien dort. „Ob es fünf Minuten Fahrzeit mehr sind oder nicht, spielt keine Rolle, wenn sich mein Kind wohlfühlt“, sagt sie.

Auswärtige schätzen Selmer Schulen

Pendler gibt es nicht nur in eine Richtung. In zehn Fällen sehen Eltern aus umliegenden Städten ihre Kinder in Selm besser aufgehoben als bei sich zuhause. Das Städtische Gymnasium hat eine Einpendlerquote von zehn Prozent, die Selma-Lagerlöf-Schule mit ihren vier kleinen Eingangsklassen von zwei Prozent.

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