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Visionen für die Stadt

Wie sich Selm verändern könnte - und wird

SELM Helmut Schmidt sagte mal: "Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen." Wenn das wahr wäre, dann säße bald ein Teil der Stadtverwaltung Selms im Wartezimmer. Denn die Planer und Stadtspitze haben Visionen für Selm. Aus Visionen wurden konkrete Ideen, einige Ideen sind schon Projekte, andere werden bald in die Tat umgesetzt. Wir geben einen Überblick.

Das wird sich in den kommenden Jahren in Selm verändern. Klicken Sie auf die einzelnen Symbole, um mehr zu erfahren. Bauprojekte - Was sich in Selm verändern wird auf einer größeren Karte anzeigenZunächst einmal Konkretes:  

  • In Bork wird ein neues Nahversorgungszentrum gebaut:  Lidl und Rossmann sollen sich ansiedeln , und zwar nicht mehr - wie ursprünglich geplant - da, wo zurzeit die Feuerwehr zu Hause ist, am Adenauerplatz. Der Abriss der Wache und ein Neubau wären viel zu teuer und waren ein Plan, der aus der Not heraus geboren wurde.

    SELM Thomas Wirth kümmert sich für die Stadt vor allem um die Regionale-Projekte. Darunter das Riesen-Projekt "Aktive Mitte Selm", in dem rund um den Selmer Bach ein Freizeit-, Wohn-, Sport- und Bildungsviertel entstehen soll. Bei einem Besuch bei NRW-Bauminister Michael Groschek brachte Wirth die Projekte auch bei ihm in Stellung. Was dabei herauskam - wir haben mit ihm gesprochen.mehr...

    Nach einem Besuch bei Michael Groschek, Landesbauminister mit Sozialdemokraten-Parteibuch, ließen Bürgermeister Mario Löhr und sein Begleiter Thomas Wirth vom Bau- und Planungsamt verlauten: Wir können auf der anderen Seite der Kreisstraße bauen. Dort, wo zurzeit noch eine landwirtschaftlich genutzte unbebaute Fläche liegt. Direkt am Kreisverkehr werden sich der Discounter und der Drogeriemarkt ansiedeln. Damit ist der teure Plan mit der Feuerwache vom Tisch. Wann es losgeht, steht noch nicht fest - aber 2015 oder 2016 sind angedacht. 
  • Auf dem Weg Richtung Werne, genauer auf der Werner Straße (L 507), wird demnächst gebuddelt: Auf dem etwa 4,3 Kilometer langen Stück bis zur Nord-Süd-Verbindung zwischen Cappenberg und Südkirchen wird die Asphaltdecke erneuert. Außerdem wird hier ein Radweg angelegt. Das kostet die Stadt, so der Plan nach dem Gespräch mit dem Landesminister, 900.000 Euro an Eigenbeteiligung. Den Rest, etwa 1,8 Millionen Euro, soll das Land beisteuern. Das ist allerdings vorbehaltlich der politischen Entscheidungen im Rat der Stadt Selm, wo am 2. Oktober der Doppelhaushalt 2015/2016 verabschiedet wird.

Über allen Visionen schwebt die Regionale 2016 - ein Strukturprogramm für Nordrhein-Westfalen, dass es alle drei Jahre für eine andere Region gibt. Bis 2016 ist die Region Kreis Coesfeld, nördlicher Kreis Unna, Kreis Borken dran. Und Selm mischt mit: 

  • Die "Aktive Mitte Selm", nach der das Umfeld des Selmer Baches, eigentlich der ganze Bereich zwischen Lange Straße, Grüner Weg und Münsterland-/Kreisstraße umgestaltet werden soll, ist davon das größte. Der Selmer Bach soll besser erschlossen werden für die Naherholung. Wo die Schulen sind, soll der Campus Selm entstehen, der Sportplatz mit einbezogen. Und im nördlichen Teil soll innenstadtnah ein Baugebiet entstehen. 
  • Mit dem "Auenpark Selmer Bach" soll der Wunsch nach einem Stadtpark entsprochen werden. Dem Selmer Bach soll darin in einer großzügigen Auenlandschaft mehr Raum gegeben werden. Derzeit fließt er fast unscheinbar durch die Stadt. Es ist ein Wegenetz geplant mit Parkinseln, die Spiel- und Naherholungsangebote bieten. Naturnahe Ufergestaltungen und Stege, die die Verbindung zur Stadt und den Wohngebieten bilden gehören zu den weiteren Maßnahmen.
  • Unter dem Titel "Campus Selm" soll rund um einen Platz sollen sich schulische Bildungseinrichtungen gruppieren. Das sei heute schon mit dem Gymnasium und der Grundschule gegeben. Hinzukommen soll ein „Haus der Wirtschaft“, in dem örtliche Unternehmen, die IHK oder die Schulen Räume nutzen können. Der Campus soll zudem als Drehkreuz gesehen werden, an dem alles zusammenläuft: Wege, Angebote, Generationen, Interessen. Es werden dafür neue Wege und Plätze eingerichtet, über den Sandforter Weg hinaus, der neu gestaltet werden muss. Langfristig soll die alte Sporthalle am Gymnasium durch eine Multifunktionshalle ersetzt werden, in der verschiedene Veranstaltungen stattfinden könnten. Das Jugendzentrum wird erneuert, ein Skatepark geschaffen und die Tennisplätze verlagert. Das Konzept bietet die Möglichkeit, weitere generationsübergreifende Angebote zu schaffen.
  • Mit dem Teilprojekt "Neue Stadt am Wasser", so  Planer Olaf Kasper, „haben wir weit in die Zukunft geblickt.“. Es handelt sich um eine Zukunftsvision, wie die Bebauung der Freifläche aussehen könnte. Dabei soll in Abschnitten eine Weiterentwicklung erfolgen. Zwar könne kein kleiner Phoenixsee geschaffen werden, doch solle mithilfe des Selmer Bachs und aufgestautem Regenwasser eine Wasserlandschaft geschaffen werden.
  • Die Burg Botzlar soll als innenstadtnaher Raum der Begegnung genutzt und weiter ausgebaut werden.  Das Bürgerforum verfolgt dabei drei Ziele: Stadtidentität stärken, Kulturveranstaltungen und andere Feiern ermöglichen und für die junge Generation die Burg als außerschulischen Lernort zu nutzen.  Doch ohne Anbauten geht es nicht. Ein Entwurf für die Rückseite der Burg sieht ein Treppenhaus mit Fahrstuhl und sanitäre Anlagen vor. „Derzeit ist die Burg nicht barrierefrei“, bemerkte Kasper. Mit der Burg Botzlar sollen sich die Stadtteile Selm, Cappenberg, Bork mit ihrer Stadt identifizieren. Er wies auf das Burgfest „Selm ist eine Burg“ am 27. September hin.  Das Projekt "Wasser-Zwischen-Räume" ist auch ein Regionale-Projekt im Rahmen der "Wasser-Wege-Stever". Dabei arbeiten die Nachbarstädte Olfen und Selm eng zusammen. Die Wasser-Zwischen-Räume sind ein Landstreifen zwischen Ternscher See, Stever und Dortmund-Ems-Kanal. Hier soll es unter anderem eine Erweiterung des Ternscher See nach Norden geben, wo er dann nicht begehbar für Besucher sein soll, sondern allein der Natur überlassen bleibt. Auch hier spielen Wege und Radwege als Verbindung von Stever, Kanal und See eine Rolle und einige andere landschaftsbauliche Veränderungen, um den Raum dort besser zu nutzen und für den Menschen zu erschließen. 
  • Das Projekt "Bewegtes Land" ist ein regionales, an dem mehrerer Städte und Gemeinden zusammenarbeiten. Olfen ist hier der Pilot, der zurzeit neue Mobilitätskonzepte - Stichwort: Bedarfsorientierung - probiert. Dabei geht es darum, dass zum Beispiel Leerfahrten von Bussen vermieden werden, indem vor der Busfahrt geprüft wird, an welchen Orten jemand ein- oder aussteigen möchte. Ansonsten wird die Stelle einfach nicht angefahren. Das funktioniert mit handelsüblicher Technik: mit Tablet-PCs und Smartphones. Selmer Bestandteil ist eine angedachte Verbesserung der Radwege-Verbesserung zwischen Olfen und Nordkirchen, die über Selm und am Bahnhof Selm vorbei führt. Dabei soll der Bahnhof zu einem Umsteigepunkt ausgebaut werden: Hier treffen in einem Knoten Radweg, Fußwege, Straßen und Schienen zusammen - und hier soll der Übergang erleichtert werden vom einen Verkehrsmittel zum anderen.
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