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Streit um Selmer Neubaugebiet

Wohnen am Sportplatz in der Warteschleife

Bork Der einstiger Sportplatz an der Bahnhofstraße in Bork soll erst ab 2025 bebaut werden. Dabei stand das Neubaugebiet ursprünglich ganz oben auf der Prioritätenliste der Stadt - allerdings bevor sich Bürgermeister und Grundstückseigentümer stritten.

Wohnen am Sportplatz in der Warteschleife

Dieser Acker wird Bauland – aber wohl erst viel später als ursprünglich geplant. vom Hofe

Wenn sich zwei streiten, freuen sich die Dritten: in diesem Fall die Eigentümer der Grundstücke am Lidl in Bork (zwischen Netteberger Straße und Kreisstraße) und in der Aktiven Mitte in Selm. Diese beiden Bereiche rücken in der städtischen Prioritätenliste zur Ausweisung von neuem Wohnbauland nach vorne. Die ehemalige Stadionfläche in Bork an der Bahnhofstraße fällt zurück von Rang eins auf Rang drei. Vorangegangen war ein Streit zwischen Bürgermeister Mario Löhr und Grundstückseigentümer Ludger Reygers.

Ohne Gegenstimmen

Der Haupt- und Finanzausschuss hatte am Donnerstagabend den Einwohnerantrag von Ludger Reygers, des Eigentümers der Baugrundstücke an der Bahnhofstraße einstimmig abgelehnt – bei Enthaltungen der UWG und der Grünen. Reygers hatte beantragt, das Bebauungsplanverfahren weiter zu führen. Mit dem Baugebiet hätte etwa 20 Bauwilligen die Möglichkeit geboten werden sollen, kurzfristig ihre Bauwünsche umzusetzen. Ein Dutzend Interessenten gebe es schon.

Zeitverlust

„Wir haben mehrere Monate verhandelt“, sagte Löhr während der Ausschusssitzung. „Fachlich spricht nichts gegen das Baugebiet an der Bahnhofstraße, aber vertraglich.“ Die Stadt habe mit Reygers keine Einigung erzielen können. Details nannte Löhr in öffentlicher Sitzung nicht. Aber dass es um unterschiedliche Preisvorstellungen ging, war offensichtlich.

Preisvorstellungen

„Mir wurden Preise diktiert“, so Reygers während einer Sitzungsunterbrechung. Anlass für das Zerwürfnis: die 17.000 Quadratmeter große Fläche zwischen dem Unternehmen Wüllhorst und dem Nepomukweg.

Eine Häuserreihe möglich

Vor Mitte 2025 sollen die Weichen für die rückwärtige Bebauung des ehemaligen Borker Sportgeländes nicht gestellt werden. „Wir kümmern uns erst um die beiden anderen Flächen“ so Löhr. Unberührt von dem Streit und seine Folgen ist allerdings die Häuserreihe direkt an der Bahnhofstraße. Sie bietet Platz für etwa acht Gebäude. Dort könnten Häuslebauer schon jetzt loslegen. „Da läuft aber nichts“, so Reygers. Anders als im hinteren Bereich.

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