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Schöffengericht

Serien-Einbrecher zeigt sich reumütig

WITTEN Ein 45-jähriger Wittener hatte im Dezember und Januar innerhalb von knapp sechs Wochen 16 Mal versucht, in die Büroräume von Arztpraxen, Anwälten, Steuerberatern Therapeuten oder Kindertagesstätten in Witten einzubrechen. Sieben Mal davon auch mit Erfolg. Am Dienstag stand er deswegen vor dem Schöffengericht.

Die Beute bestand meist aus Bargeld, Computern, Kameras und anderen Wertgegenständen, die der Angeklagte dann zur Finanzierung seines Heroinkonsums einsetzte. Gestanden hatte der Mann die Taten schon der Polizei nach seiner Festnahme im Januar, und er wiederholte sein Geständnis in der Verhandlung vor dem Schöffengericht am Dienstag - ein „qualifiziertes Geständnis“, wie es der Staatsanwalt nannte, denn die meisten der Taten konnten nur durch dieses Geständnis aufgeklärt und angeklagt werden.Seine Reue und Kooperationsbereitschaft erklärte der mehrfach einschlägig vorbestrafte 45-Jährige damit, dass er „kein Interesse mehr an einem solchen Leben“ habe. Er strebe unbedingt eine langfristige Therapie an, die es ihm ermögliche, seine Sucht zu überwinden und beruflich wieder Fuß zu fassen. Dem wollte das Gericht nicht im Wege stehen und verurteilte den Wittener zu einer Haftstrafe von zwei Jahren - die Grenze, bis zu der der Angeklagte eine Haftaussetzung bei Therapieantritt beantragen kann. Zunächst aber muss er voraussichtlich bis August 2013 die Strafreste aus widerrufenen Bewährungen verbüßen. Sowohl Staatsanwalt als auch Verteidigung verzichteten auf Rechtsmittel, das Urteil ist damit rechtskräftig.

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