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Musikforum Bochum eröffnet bald

So sieht das fantastische Konzerthaus von innen aus

BOCHUM In gut drei Wochen wird das Bochumer Musikzentrum eröffnet. Der Saal und auch das Foyer in der ehemaligen Marienkirche sind fantastisch. Wir zeigen Eindrücke des einzigartigen Konzerthauses in einer Fotostrecke, lassen Sie interaktiv eine Zeitreise machen und erklären in einem interaktiven Bild den großen Saal.

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Der Dortmunder Diplom-Architekt Jürgen Göke ist Projektleiter des Bochumer Musikforums.

Tipp vom Architekten Jürgen Göke: Die Plätze oben in der Mitte, im Hochparkett, sind die besten.

In nur zweieinhalb Jahren nach der Grundsteinlegung ist am Marienplatz 1 ein einzigartiges Konzerthaus entstanden, das Heimat der Bochumer Symphoniker und der Musikschul-Ensembles sein wird.

Jürgen Göke hat als Projektleiter den Bau seit 2012 begleitet. Der 49-jährige Dortmunder arbeitet seit 1999 bei der Stadt Bochum. Vorher hat er - nach dem Architekturstudium in Dortmund - in einem Architekturbüro in Münster gearbeitet. Und er kennt die Konzerthäuser in der Region, weil seine Kinder in der Chorakademie singen. "Das Musikforum gefällt mir am besten, weil es so familiär ist", sagt er.

Liebevolle Details

Und wer hat schon einen Kirchenraum als Foyer? Freundlich, weiß und einladend ist dieser Raum mit seinem hellen Terrazzo-Boden. Den Boden haben die Bauarbeiter in der Mitte ausgehoben; im neuen Keller sind jetzt die Toiletten versteckt. Und da, wo früher der Altar stand, ist die Kartenverkaufsstelle. Gegenüber steht der Garderobentresen, darüber hängt eine Kirchenglocke, die zur Konzertpause läutet.

Liebevoll haben die Architekten Bez+Kock aus Stuttgart und Jürgen Göke sakrale Elemente in dem Foyer erhalten. Die katholische Kirche hat alle kirchlichen Devotionalien entfernt, bevor sie das Gebäude an die Stadt verkauft hat. Schatten, die ein Kreuz an der Wand hinterlassen hat, haben die Planer erhalten.

2,5 Sekunden Nachhall

In die Akustikdecke sind trapezförmige Spiegelelemente eingelegt. Sie reflektieren das Licht, das von Scheinwerfern an den Säulen an die Decke gestrahlt wird. In der Mitte des Kirchenraumes steht bei Konzerten eine mobile Sektbar - aus amerikanischem Kirschholz, das im ganzen Haus verlegt worden ist. Das war der Wunsch des amerikanischen Generalmusikdirektors Steven Sloane. Nur 2,5 Sekunden Nachhall und 250 Plätze hat der Kirchenraum. Wie der kleine Saal mit 300 Plätzen kann auch er für Konzerte oder Lesungen genutzt werden.

Zeitreise - der Kirchenraum der einstigen Marienkirche

 

 Foyer Musikforum|Altarraum Marienkirche

Wischen Sie über das Bild, so sehen Sie den Kirchenraum der Marienkirche in den 70er-Jahren (Foto: Stadt Bochum) und das neue Foyer im ehemaligen Kirchenschiff (Foto: Julia Gass)

Der Saal - ein Wow-Effekt

Aus dem wunderschönen Kirchenfoyer gehen die Zuschauer in ein Zwischenfoyer, das von der Außenkirchenwand begrenzt wird. Das alte Seitenportal haben die Architekten dort als dekoratives, historisches Element erhalten.

Und dann öffnet Jürgen Göke die beiden mit Kupfer verkleideten Türen in den großen Saal. - Ein Wow-Effekt. Riesig wirkt die Bühne. "Die Bochumer Symphoniker wollen hier auch in sehr großer Besetzung spielen können", erklärt Jürgen Göke. Das Publikum sitzt auf allen Plätzen nah an dem Orchester.

"Steven Sloane sagt, für die Musiker auf der Bühne fühlt es sich so an, als würden sie vom Publikum umarmt werden", freut sich der Projektleiter. Edel wirkt der Saal mit den 960 cremefarbenen Sitzpolstern, und die Stühle sind sehr bequem. "Die Plätze im Hochparkett sind die besten", findet Jürgen Göke.

Der große Saal - interaktiv erklärt

 

Symphoniker wussten genau, was sie wollten

Jeden Tag sind Sloane oder die Symphoniker jetzt in dem Haus, das bald ihr Wohnzimmer ist. "Steven Sloane kennt fast alle Konzertsäle in Europa. Die Symphoniker auch, weil sie viel unterwegs sind. Hier wollten sie all das haben, was sie woanders vermissen", sagt Göke: "Sie wussten genau, was sie wollten."

Deshalb fehlt es hinter den Kulissen an nichts und auch nicht an pfiffigen Details. So ist der seitliche Backstage-Bereich vom Publikum einsehbar. "Die Besucher können damit ein bisschen von der aufgeregten Atmosphäre oder der Konzentration der Musiker einfangen",erklärt der Projektleiter. Dahinter schließt sich der geschützte Bereich an - mit Stimmzimmern für jede Instrumentengruppe, Dirigier- und Solistengarderobe mit Bädern und Aufenthaltsraum der Musiker.

Eindrücke vom Musikforum Bochum in Bildern:

Stadt zahlt von 38,5 Millionen Euro nur 6,5 Millionen Euro

500 Aufträge für 120 Firmen hat Jürgen Göke unterschrieben. "Die vielen technischen und akustischen Anforderungen waren für uns alle eine große Herausforderung", sagt er. Bald muss er die Schlüssel für das Musikforum abgeben. Dann sitzt der Dortmunder als Zuschauer in "seinem Saal", den er so gut kennt wie kein anderer, und freut sich über die Musik.

38,5 Millionen Euro hat das Musikforum gekostet, je 16 Millionen sind Spenden und Fördermittel. Den Rest hat die Stadt bezahlt, die damit für 6,5 Millionen Euro so ein fantastisches Haus bekommen hat. Viele treue Sponsoren haben das Haus unterstützt. Zu ihnen gehören auch die Gastronomen im Bermudadreieck, dem benachbarten Ausgehviertel, in dem auch das nächste Parkhaus steht.

Und die Stadt hat den Besuchern quer über die Viktoriastraße einen roten Teppich malen lassen. Die Klassikfreunde werden gerne drüber gehen.

Die Eröffnung am 27. Oktober:


Das Eröffnungskonzert

Musikforum Bochum


Zum Preview-Konzert


Ein Bürgerfest, 


Tipp:


Karten:

 

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