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„Spedition ist kein Spielzeugladen“

BOCHUM Den 62-stündigen Ausstand der Lokführer auch im Güterverkehr hat die Bochumer Wirtschaft allem Anschein nach gut überstanden. Bei einem unbefristeten Streik würde es jedoch weitaus mehr Probleme geben.

„Spedition ist kein Spielzeugladen“

Rostanfällige Güter wie Eisen- und Stahlprodukte können nicht tagelang stillstehen. Bei einem unbefristeten Streik der Lokführer kämen deshalb die Lkw-Speditionen ins Spiel.

Rouven Beeck, IHK-Sachgebietsleiter für Verkehr, kann von keinen konkreten Problemen bei Bochumer Unternehmen berichten: „Nach unseren Informationen mussten keine Produktionsstraßen angehalten werden.“ Dies bestätigt auch die Nachfrage beim größten Arbeitgeber der Stadt: „Wir haben ununterbrochen gearbeitet“, sagt Opel-Pressesprecher Andreas Kroemer. Die Logistiker seien jedoch sehr stark gefordert gewesen, die Straße habe für den Lieferverkehr „an Wichtigkeit gewonnen.“

Für einen unbefristeten Streik im Güterverkehr, der im Falle des Scheiterns der erneuten Gespräche zwischen GDL und Bahn immer noch droht, malt Rouven Beeck ein düsteres Bild: „Die modernen Vorratshaltungen können nur kurze Lieferengpässe von höchstens drei bis vier Arbeitstagen überbrücken.“ Bei einem unbefristeten Streik müssten auch die großen Unternehmen mit großen Lagern an die Speditionen herantreten. Da in Deutschland jedoch schon jetzt Lkw-Fahrermangel herrschte, würden diese in große Terminschwierigkeiten kommen, so Beeck.

Bestätigen kann das Hans-Dieter Kemper von der Bochumer Spedition Wiechers: „Wir sind kein Spielzeugladen und können die Lkws nicht einfach auf dem Schrank nehmen.“ Mit anderen Worten: Viel mehr Fahrten sind nicht drin. Bei einem unbefristeten Streik müsse man Prioritäten setzen, die einen Kunden vertrösten und andere, die etwa rostanfälliges Eisen und Stahl zu transportieren hätten, bevorzugen.

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