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Kranzniederlegung

Sportler gedenken der Opfer

BOCHUM 40 Jahre nach dem Terroranschlag auf das Olympische Dorf in München 1972 trafen sich am Wochenende einige Olympiasportler, um der Opfer des Anschlags zu gedenken.

Sportler gedenken der Opfer

Annegret Richter und Franz-Josef Kemper

Es war einer der schrecklichsten Tage der gesamten Sportgeschichte: Am 5.September 1972 stürmen Terroristen das Olympiadorf in München und nehmen die israelische Mannschaft als Geiseln. An diesem Tag sterben zwölf Menschen.  Am Samstag gedachte die deutsche Mannschaft von ‘72 den Opfern mit einer Kranzniederlegung vor der Bochumer Synagoge. „Die Trauer bleibt“ – der Spruch, den die Athleten für den Kranz wählten. Franz-Josef Kemper und Annegret Richter legen den Kranz nieder, danach wird mit einer Schweigeminute der Toten gedacht. „Uns ist es wichtig, auch an den traurigen Teil der Spiele zu erinnern. Ich selber war damals auf einem Ausflug, aber manche von uns waren auch im Dorf, als es passierte“, erinnert sich Kemper, der bei den Olympischen Spielen Vierter über 800m wurde.

49 Sportler sind aus allen Teilen Deutschlands angereist. Sie wollten ein Treffen zum 40. Jahrestag. „Wir hatten uns bereits nach 25 Jahren getroffen. Der Deutschen Leichtathletikverbandes hat uns bei der Organisation sehr geholfen“, sagt Kemper. Die Stadt Bochum steuert nach der Kranzniederlegung ein kleines Programm für die Athleten bei. Eine Führung durch die Synagoge. Das Besondere – die Sportler dürfen einen Blick auf die Thorarollen erhaschen, die sonst nur während des Gottesdienstes zu sehen sind. Dann geht es ins Planetarium, wo die Sternchen des Sports eine Reise durchs All machen. Anschließend geht es für die Athleten natürlich zu den Leichtathletikmeisterschaften ins Lohrheidestadion. Darauf haben sie sich am meisten gefreut. „Als ehemalige 100 Meter Sprinterin bin ich sehr interessiert wie die Sportler heute abschneiden und ob sie die Olympianormen erreichen“, erzählt Annegret Richter, Fünfte bei Olympia 72. Der Tag fand zwar auch im stillen Gedenken an die Opfer statt, aber für die Sportler war es ebenso wichtig, sich nach vielen Jahren wieder auszutauschen. „Wir wechseln ständig die Plätze, um mit allen reden zu können“, sagt Richter. Nach den Finalläufen im Stadion beendeten die ehemaligen Athleten den Tag im Haus Kemnade

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