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Pater Dominic nimmt Abschied von Stadtlohn

16 Jahre Dienst statt Arbeit für St.Otger

Stadtlohn Pater Dominic feiert seinen Abschied von St.Otger. Mit Wehmut blickt er auf seine Zeit in der Gemeinde zurück – trotz Problemen zum Start.

16 Jahre Dienst statt Arbeit für St.Otger

Pater Dominic lässt die St.-Otger-Kirche bald hinter sich und wechselt nach Heiden.

Pater Dominic steht nicht gerne im Mittelpunkt. Leise, fast flüsternd spricht er. Erst recht wenn er auf seinen Abschied zu sprechen kommt. Nach fast 16 Jahren als Seelsorger in St. Otger verlässt Pater Dominic Thythara die Stadtlohner Gemeinde, um sich der St.-Georg-Gemeinde in Heiden anzuschließen.

„Ein Abschied und ein Neuanfang sind immer schwer“, sagt er. Wehmütig blickt er zurück. „Ich bin dankbar für die Zeit hier in Stadtlohn. Das war die schönste Zeit meines christlichen Lebens.“ Die Einschränkung kommt gleich hinterher: „Zumindest die letzten 13 bis 14 Jahre“.

Der Start in Stadtlohn war holprig. Aus dem Bundesstaat Kerala in Indien kam er als Priester der Weltkirche 2002 nach Deutschland. „Das war eine ganz neue Welt für mich.“ Vor allem die Verständigung bereitete anfangs Probleme. „Es gab einen Sprachkurs und danach wurde ich ins kalte Wasser geschmissen“, berichtet Thythara. „Das war nicht so einfach.“

Gefragter Ansprechpartner

Doch Pater Dominic ging ans Werk und kniete sich rein. Von Anfang an gab es viel zu tun. So war Pater Dominic unter anderem Ansprechpartner für den St.-Otger-Kindergarten und die Gescher-Dyk-Schule, Präses der Kolpingsfamilie, Begleiter des Credo-Kreises und Seelsorger im Elisabeth-Hospiz. Trauerbesuche, Hochzeiten, Taufen, Ehejubiläen – die Liste seiner Aufgaben ist lang. 2006 fusionierten die Gemeinden St. Otger, St. Joseph und St. Carl Borromäus. Weniger wurden die Aufgaben dadurch nicht.

„Er hat sich einen sehr guten Ruf als Seelsorger erarbeitet und stößt mit seiner offenen Art überall auf Sympathie“, sagt Pastoralreferent Rudolf Kleyboldt. Pater Dominic blickt beschämt zu Boden. Lobhudeleien sind ihm fremd. „Er ist einfach zu bescheiden“, findet Rudolf Kleyboldt.

Lieber kümmert er sich um seine Arbeit. „Für mich ist das keine Arbeit“, widerspricht Thythara. „Ich tue meinen Dienst. Den Dienst an Gott und dem Menschen“, erklärt er. Einfach ist das aber nicht immer. „Die größte Herausforderung war es, junge Menschen im Hospiz in ihren letzten Stunden zu begleiten.“

Und so tut er bis zum Schluss seinen Dienst in St. Otger. „Am meisten vermissen werde ich die vielen netten Menschen“, sagt er. Am 17. Juni beginnt seine neue Aufgabe in Heiden.

Eine Woche vorher wird er mit einem Gottesdienst offiziell von der Stadtlohner Gemeinde verabschiedet. Es wird ihm wohl ein bisschen unangenehm sein, denn Pater Dominic steht nicht gerne im Mittelpunkt.

Der Festgottesdienst zum Abschied von Pater Dominic findet am Sonntag, 10. Juni, in der St.-Otger-Kirche statt. Los geht es um 11 Uhr.

Anschließend laden Pfarreirat und Kirchenvorstand zu einem kleinen Imbiss auf dem Rasen vor dem Pfarrhaus ein (bei Regen im Otgerus-Haus).

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