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„Quäl-Dich-Tour“

236 Kilometer in acht Stunden geradelt

STADTLOHN Acht Stunden und vier Minuten für 236 Kilometer von Stadtlohn nach Norderney. Nicht mit einem motorbetriebenen Fahrzeug, sondern mit reiner Muskelkraft auf dem Fahrrad. Um Spenden zu sammeln, haben sich die Teilnehmer an einem Tag über diese Strecke gequält. Am Ende kamen 13.000 Euro zusammen.

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Die Radler waren mit Spaß unterwegs.

Gute Laune auf dem Weg - das zeichnet die Tour trotz ihres Namens aus.

Hier haben die Radler noch einige Kilometer vor sich...

Hier haben die Radler noch einige Kilometer vor sich...

Geschafft: Gruppenfoto vor der Fähre nach Norderney.

Kurz vor Sonnenaufgang um 5 Uhr starteten die 19 Fahrer am Freitag die Quäl-Dich-Tour. Sie sind keine Profi-Radfahrer, sondern Amateure. „Einige haben nicht mal ein Rennrad, sondern nur ein Fitnessrad oder sogar ein Mountainbike, so wie ich selber“, sagt Markus Weber vom Organisationsteam. Dennoch sind sie mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28,5 Stundenkilometern geradelt.

Mit dem Training haben die Stadtlohner bereits Ostern begonnen. Weber selbst konnte allerdings erst später einsteigen. „Bei meiner ersten Fahrt an Karfreitag habe ich mein Knie verdreht und mir einen Bänderriss zugezogen. Also musste ich erst einmal ein paar Wochen Pause machen“, sagt er. Drei Mal pro Woche sind die Amateure unterschiedlich lange Strecken gefahren. Dabei haben sie auch mit dem RSC Stadtlohn zusammen trainiert.

Bestens vorbereitet

So waren sie gut vorbereitet für die große Tour am Freitag. Gegen Mittag hatten die Radfahrer schon 140 Kilometer hinter sich gebracht. Bei einer Mittagspause in Rhede an der Ems stärkten sie sich mit Nudeln, Kartoffeln, Gulasch und Rotkohl. Jeweils nach rund 45 Kilometer haben sie eine kurze Pause eingelegt. „Dann gab es etwas zu trinken und eine Banane zur Stärkung“, erklärt Weber.

Die Wetterbedingungen am Freitag seien optimal gewesen, so der Organisator. Der Wind kam schwach aus dem Süden, sodass die Fahrer leichten Rückenwind hatten. Obwohl der Wetterbericht einen verregneten Tag erwarten ließ, gab es nur zwei kurze Schauer. „Wir hatten schon Angst, dass wir völlig durchnässt werden, aber wir sind größtenteils trocken in Norddeich angekommen“, sagt Weber.

In die Mülltonne gefahren

Auch sonst lief die Tour in diesem Jahr sehr gut. Nur ein Reifen musste zwischendurch geflickt werden. Und: zwei kleine Unfälle ereigneten sich. In Nordhorn kamen zwei Grundschüler auf dem Fahrrad so schnell aus einer Seitenstraße, dass ein Fahrer ausweichen musste. „Er ist dann in eine leere Mülltonne gefahren und gestürzt. Aber er hatte nur ein paar Schrammen und konnte sofort weiterfahren“, sagt Weber. Bei einem zweiten Unfall fuhren zwei Mitglieder des Teams ineinander und stürzten. Aber auch sie haben sich nicht wirklich verletzt und stiegen sofort wieder auf ihr Rad. In Norddeich angekommen, erwartete die Stadtlohner eine Überraschung: Ein Schild mit der Aufschrift „Quäl-dich-Tour Ende. Willkommen in Norddeich“, kaltes Bier und Matjes. Einer der Fahrer, der in diesem Jahr zum ersten Mal dabei war, kommt ursprünglich aus dem Norden. Seine Freunde dort hatten die Überraschung organisiert. „Das war eine tolle Sache und hat uns nach der langen Fahrt sehr gefreut“, sagt Weber.

Entspannung auf der Insel

Bereits im Vorfeld der Tour hat das Organisationsteam Sponsoren gesammelt, die pro gefahrenen Kilometer gespendet haben. „Die genauen Zahlen haben wir noch nicht, aber es werden so ungefähr 13 000 Euro sein“, sagt Weber. In den letzten acht Jahren konnten dank der Quäl-Dich-Tour somit insgesamt schon mehr als 50 000 Euro gespendet werden. Der Erlös geht dabei immer zu gleichen Teilen an das Elisabeth-Hospiz und die Dieter-Bauer-Stiftung.

Neben den Fahrern hat das Team noch drei weitere Mitglieder, die die Begleitfahrzeuge gefahren und für die Verpflegung gesorgt haben. Das 22-köpfige Team hat am Freitagabend die letzte Fähre nach Norderney genommen. Zwei Tage lang haben sie sich auf der Nordseeinsel entspannt, bevor sie am Sonntag den Rückweg antraten. Diesmal aber nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Auto.  

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