Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Feuerwehrhaus

Aus einem Gebäude zwei gemacht

STADTLOHN Der Sieger steht fest: Das Büro „Horst-Architektur“ aus Stadtlohn hat den Wettbewerb für die Überplanung der Feuerwache gewonnen. Das Team von Maik Horst überzeugte die Jury mit einer zweigeteilten Löung mit getrennten Bauten für Rettungs- und Feuerwache.

/
Die 1978 erbaute Feuerwache ist in die Jahre gekommen.

Feuerwehrchef Günter Wewers, Bürgermeister Helmut Könning und Architekt Maik Horst (v. l.) vor dem Entwurf, der als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist.

Dass das 1978 erbaute Feuerwehrgebäude im Dreieck Mühlenstraße/Steinkamp in die Jahre gekommen ist, steht außer Frage. „Es gab Handlungsbedarf“, stellte Bürgermeister Helmut Könning fest. Dass aber alle beim Architektenwettbewerb eingereichten Entwürfe für eine Erweiterung und Umgestaltung des Areals die alte Bausubstanz außen vor ließen, überraschte ihn doch. „Alle gehen davon aus, neu zu bauen.“

Bauamtsleiter Mathias Pennekamp fand besonders bemerkenswert, „dass alle zehn unterschiedliche Lösungen präsentiert haben“. Zweiter wurde das Büro Puppendahl/Köppen aus Olfen/Coesfeld, das einen rechtwinkligen Bau mit Zu- und Abfahrt über den Steinkamp vorsieht. Die Planer, deren Entwürfe anonym geprüft wurden, hatten es mit keiner leichten Aufgabe zu tun.

Schwieriges Grundstück

 „Das Grundstück ist sperrig und schwierig“, sagte Pennekamp. Die Idee, aus einem zwei Gebäude zu machen, nannte Könning „mutig“. Dieser Mut aber sei honoriert worden. Das Votum für Horsts Entwurf fiel einstimmig aus. Einziger Kritikpunkt: Die Gestaltung der Fassaden. „Daran müssen wir arbeiten“, sagte Pennekamp.

Stadtplanerin Ina Markgraf schilderte, wie sich auch in der Jury erst langsam die Erkenntnis durchsetzte, dass eine zweigeteilte Variante die bessere Lösung sein könne. „Das war ein langer Prozess.“ Architekt Maik Horst betonte, dass ein ganzes Team an dem Entwurf gearbeitet habe, „die das Projekt dann auch betreuen“. Es sei generell schwer, ohne Austausch eine gute Lösung zu finden. „Man verrennt sich schnell. Das ist unerlässlich.“ So begleitete Horst dessen Vater Reinhard, Mitarbeiter im Architekturbüro seines Sohnes. „Wir haben intensiv diskutiert“, sagte er.

Funktionalität überzeugt

Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Stadtlohn, Günter Wewers, betonte den Aspekt der Funktionalität, der beim Entwurf Horsts überzeugt habe. „So gibt es zum Beispiel keinen Begegnungsverkehr zwischen ankommenden PKW der Feuerwehrler und abfahrenden Einsatzfahrzeugen.“

Der Entwurf sieht vor, dass Einsatzfahrzeuge über den Steinkamp ausfahren, die Zufahrt für Privat-PKW über eine gesonderte Zufahrt, je einmal vom Steinkamp und einmal von der Mühlenstraße her erfolgt. Entlang der südlichen Längsseite des Gerätehauses soll es Parkplätze mit Zugang zur Fahrzeughalle geben. Außerdem erhält die Feuerwache einen Haupteingang an der Mühlenstraße. „Damit bekommt die Feuerwehr endlich eine eigene Adresse und wird besser wahrgenommen“, freute sich Könning.

Gerätehaus für 14 Wagen

Die neue Halle sieht 14 Plätze für Einsatzfahrzeuge vor, an Neuanschaffungen sei hier indes aktuell nicht gedacht, erklärte Wewers auf Anfrage. Der Entwurf soll am Dienstag, 23. Juni dem Bauausschuss vorgestellt werden. Einen Kostenvoranschlag gibt es noch nicht, die Gemeinde hat inklusive Machbarkeitsstudie und Planung ein Gesamtbudget von vier Millionen Euro für das Projekt veranschlagt und entsprechende Mittel in den Haushalt eingestellt. Bei der Planung für den Haushalt 2016/2017 ist die Maßnahme berücksichtigt.

Es stehe nun ein Vergabeverfahren bevor, erklärte Pennekamp. „Mit dem Wettbewerbsergebnis ist ein Versprechen verbunden, mit einem der Preisträger das Verfahren durchzuführen.“ Überlegt werden müsse auch, ob die Feuerwehr zwischenzeitlich ein anderes Domizil brauche, gab Günter Wewers zu bedenken. Nun müsse mit Horst verhandelt werden. Alle weiteren Schritte liegen bei der Politik.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Am Breul

Aldi-Abriss in der Warteschleife

STADTLOHN Der Bauausschuss vertagt die Aufstellung des Bebauungsplans für den Marktneubau am Breul aus Enttäuschung über Präsentation ohne Planeinsicht.mehr...

Bernard Lammerding

Kunst mit Kettensäge

STADTLOHN Man darf ihn getrost als Holzwurm bezeichnen. Denn ganz gleich, ob Eiche, Pappel oder Esche – Holz ist sein Element. Mit der Motorsäge und der Flex verwandelt Bernhard Lammerding grobe Klötze in filigrane Kunst.mehr...

Lichtgitter USA

In Houston trocken geblieben

STADTLOHN In Texas scheint seit Mittwoch wieder die Sonne. Sie hellt auch in Stadtlohn einige besorgte Mienen wieder auf. Jetzt ist klar: Das nagelneue Lichtgitter-Zweigwerk in Houston hat die größte Naturkatastrophe, die Texas jemals heimsuchte, nahezu unbeschadet überstanden.mehr...

Visitation in Stadtlohn

Weihbischof ist zu Besuch

STADTLOHN Bei seiner Visitation hat Weihbischof Christoph Hegge die Stadtlohner Pfarrgemeinde St. Otger besucht. Was er da genau gemacht hat und wen er getroffen hat, haben wir ihn gefragt.mehr...

Arbeiten praktisch abgeschlossen

Umzug ins neue Otgerus-Haus

STADTLOHN Das Otgerus-Haus ist so gut wie fertig. An diesem Wochenende beginnt der Einzug. Und am 10. September wird das neue pastorale Zentrum der Pfarrgemeinde St. Otger eingeweiht.mehr...