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Bis zuletzt gegen das Unrecht gekämpft

Bis zuletzt gegen das Unrecht gekämpft

<p>Anneliese Knoop-Graf sprach in Stadtlohn. Dirking</p>

Stadtlohn Er war ein Patriot, der sein Vaterland liebte, der junge streitbare Katholik Willi Graf, der als Mitglied der Weißen Rose seinen Widerstand gegen das verbrecherische NS-Regime mit dem Leben bezahlte. Seine Schwester Anneliese Knoop-Graf erinnerte am Mittwochabend in der gut gefüllten Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums an das Schicksal ihres Bruders, der sie in seinen letzten Worten - die er ihr heimlich durch den Gefängnispfarrer zukommen ließ - bat, sein Andenken aufrecht zu erhalten und weiterzumachen mit dem, was sie begonnen hatten.

Denn das Ziel der Weißen Rose, die keiner politischen und militärischen Gesellschaftsgruppe angehörte, war es, das Vaterland vor Entehrung und Untergang zu retten. Seine Kindheit verbrachte Willi Graf in einem katholisch geprägten Elternhaus. Mit elf Jahren trat er als Gymnasiast in den katholischen Schülerbund "Neu-Deutschland" ein. Die Auseinandersetzung mit den Nationalsozialisten entzündete sich zunächst dort, wo die jungen Menschen Einschränkungen in ihrer Jugendkultur hinnehmen mussten. Später bezogen sie sich auf Antisemitismus, Verletzung der Menschenrechte und die Amoralität des Krieges.

Willi Graf weigerte sich in die Hitlerjugend einzutreten. Er schloss sich der Gemeinschaft des "Grauen Ordens" an, jungen Leuten, die sich für Literatur, Philosophie, Kunst und Dichtung interessierten. Als er nach Kriegsbeginn zur Wehrmacht eingezogen wurde, wirkten die Fronterlebnisse wie ein Schlag auf sein Gemüt. 1942 machte er in München die Bekanntschaft der Studenten Hans und Sophie Scholl, und als er von den Widerstandsaktivitäten der Weißen Rose erfuhr, war seine geistige und moralische Widerstandskraft so bindend, dass er sich dieser Gruppe rückhaltlos anschloss. Die Mitglieder stärkten sich gegenseitig, schrieben gemeinsam und verteilten die Flugblätter. 1943 wurden die Freunde der Weißen Rose von den Nationalsozialisten verhaftet und hingerichtet. "Diese Erinnerungen sollen zur Wachsamkeit mahnen und dafür sorgen, dass ein humanes Gemeinwesen nicht mit dem Tode von Menschen bezahlt werden muss," sagte abschließend Anneliese Knoop-Graf. sd

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