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Neues Angebot

Das Möbelhaus für Bedürftige

STADTLOHN. Der karitative Gedanke steht bei Otgers-Möbel-Kiste ganz oben. Hier kann jeder, der nicht genug Geld für Möbel hat, ein Sofa oder Bett bekommen, sogar ganze Küchenzeilen stehen in der ehemaligen Owwerinkschule an der Klosterstraße 34 bereit. Ehrenamtliche Helfer sorgen sogar für den Transport in die Wohnung.

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Versorgen Bedürftige mit Möbeln aus Otgers-Möbel-Kiste (v.l.): Engelbert Philips, Frank Weilke, Dominik Rems, Jürgen Üpping, Reinhold Büscher.

Dominik Rems räumt im Möbellager auf.

Damit das Ganze funktioniert, ist das Team um Engelbert Philips, Vorsitzender des Caritasausschusses in St. Ogter, und Pastoralreferenten Rudolf Kleyboldt natürlich auch auf (Möbel-)Spenden angewiesen. Seit etwa drei Monaten gibt es dieses soziale Möbelangebot in der Kirchengemeinde St. Otger nun schon. Bereits zehn Familien und Einzelpersonen konnten auf diesem Wege glücklich gemacht werden.

Idee keimte schon vor zwei Jahren

"Die Idee ist bereits vor gut zwei Jahren gekeimt. Da suchte eine bulgarische Gastarbeiterfamilie, die sich hier niedergelassen hatte, händeringend Möbel", berichtet der Vorsitzende. "Das war eine Einzelanfrage, die wir über die Pfarrnachrichten der Gemeinde gestellt haben", ergänzt Pastor Frank Weilke. "Das war der Stein des Anstoßes", so Philips weiter. Jedoch habe man lange nach eine Lagermöglichkeit gesucht - und schließlich mit der ehemaligen Hauptschule gefunden.

Möbel spenden

Heute reicht das Angebot von Betten, Lattenrosten, Matratzen über Sessel, Sitzgarnituren und Tische bis hin zu Küchenzeilen und Schränken. "Elektrogeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen und Herde haben wir nicht im Sortiment", erklärt Philips. "Da können wir nicht überprüfen, ob die Sachen noch in Ordnung sind oder vielleicht am nächsten Tag den Geist aufgeben."

Wer gut erhaltene Möbel spenden möchte, kann sich melden. Die Sachen werden dann von den Mitarbeitern der Möbelkiste in Augenschein genommen und abgeholt, wenn sie noch in Ordnung sind. "Auch wenn es sich um Spenden handelt, wollen wir nicht, dass die Sachen zu stark abgenutzt oder gar kaputt sind", erklärt Philips. "Wir sind schließlich kein Entsorgungsunternehmen."

Lagerkapazitäten begrenzt

Da die Lagerkapazitäten in der ehemaligen Hauptschule begrenzt sind, wird versucht, die gespendeten Möbel möglichst schnell weiterzugeben. So kommt es durchaus vor, dass die Sachen an einer Stelle abgeholt werden und direkt wieder ausgeliefert werden. Damit das klappt, müssen die Helfer natürlich wissen, welcher Bedarf da ist.

"Wer Möbel sucht, aber kein Geld hat welche zu kaufen, kann sich bei uns direkt oder im K-Punkt an der Dufkampstraße melden", sagt Philips. Selbstverständlich werde alles vertraulich behandelt. Auch das Sozialamt habe bereits auf die neue Möbel-Kiste verwiesen. "Eine Familie suchte dringend ein Kinderbett - und wir konnten sofort helfen", berichtet Philips erfreut.

Zehn Ehrenamtler

Zehn ehrenamtliche Mitarbeiter gehören zum Team, die sich in ihrer Freizeit und mit ihren eigenen Fahrzeugen bereit erklärt habe, die Möbel zu transportieren und einzulagern.

"Die Zusammenarbeit klappt sehr gut", erklärt Philips. Einer bringe einen Anhänger mit, andere kommen dazu, um mit anzupacken. Was fehlt, sind Handwerker, die vielleicht kleinere Reparaturen vornehmen können. "Aber da findet sich vielleicht noch jemand, der Zeit und Lust dazu hat", so Philips. Bisher waren Reparaturen aber nicht nötig.

Ab September/Oktober sind regelmäßige Öffnungszeiten der Möbel-Kiste an der Klosterstraße geplant. "Bisher müssen wir immer einen Termin ausmachen, wenn sich die Leute umschauen wollen", sagt Philips.

 

 

Kontakt zu Otgers-Möbel-Kiste: Im K-Punkt, Dufkampstraße 20, oder direkt bei Engelbert Philips, Tel. (02563) 5175, oder Rudolf Kleyboldt, Tel. 4484.

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