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Stadt ehrt Freiwillige

Ehrenamtspreis für die Flüchtlingshelfer

STADTLOHN „Ohne Menschen wie Sie, gäbe es in unserer Gesellschaft eine große Lücke.“ So heißt es in der Urkunde des Ehrenamtspreises der Stadt Stadtlohn, die Rudolf Kleyboldt am Dienstagabend stellvertretend für die Flüchtlingshilfe in Empfang genommen hat.

Ehrenamtspreis für die Flüchtlingshelfer

Bürgermeister Helmut Könning (vorne l.) und Sparkassen-Regionaldirektor Klaus Stachowski (r.) überreichten gestern Abend die Urkunde des Ehrenamtspreises der Stadt Stadtlohn an Rudolf Kleyboldt (M.), Sprecher der Flüchtlingshilfe.

Bürgermeister Helmut Könning und Klaus Stachowski, Regionaldirektor der Sparkasse Westmünsterland, überreichten den Preis im Pfarrheim St. Joseph aus gutem Grund gemeinsam: Der Rat der Stadt hatte im Juni einstimmig für den Preisträger votiert. Und die Sparkasse dotierte die Anerkennung mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Damit, so Klaus Stachowski, wolle die Sparkasse die bundesweite Ehrenamtsinitiative „Deutscher Bürgerpreis“ vor Ort in den Kommunen unterstützen.

Helmut Könning bezeichnete Rudolf Kleyboldt als „Initiator und Motor“ der Flüchtlingshilfe, betonte aber gleichzeitig, dass der Preis den Einsatz aller Freiwilligen ehre. „Sie haben uns 2015 bei der Aufnahme von über 400 Flüchtlingen unterstützt, eine enorme Aufgabe, die allein von den Hauptamtlichen gar nicht zu bewältigen gewesen wäre.“ Klaus Stachowski würdigte den vorbildlichen Einsatz der Helfer für das Gemeinwohl: „Sie haben Verantwortung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt übernommen.“ Pastoralreferent Rudolf Kleyboldt blickte auf die Anfänge der Flüchtlingshilfe vor vier Jahren zurück. Damals seien nur eine Handvoll Helfer aktiv gewesen.

Sprunghafter Anstieg

Der sprunghafte Anstieg der Flüchtlingszahlen im vergangenen Jahr ließ auch die Zahl der Freiwilligen in die Höhe schnellen. 80 bis 100 Helfer engagieren sich heute für die zurzeit 295 Asylbewerber und zusätzlich mehr als 50 anerkannten Flüchtlinge. Als Paten für Wohnhäuser oder Familien helfen sie in Alltagsfragen. In der Fahrradwerkstatt werden Beschäftigung und fahrbare Untersätze angeboten. Im Café International können Flüchtlinge und Stadtlohner Kontakte knüpfen. Sprachkurse der freiwilligen Helfer waren vor allem im letzten Jahr notwendig, als noch nicht allen Flüchtlingen professioneller Sprachunterricht angeboten werden konnte. „Das ist jetzt anders. Nun können wir uns auf ergänzende Sprachförderung konzentrieren“, sagt Rudolf Kleyboldt. Vor wenigen Wochen hat sich die Flüchtlingshilfe, die kein Verein werden will, ein neues Statut gegeben. Bei einem fünfköpfigen Sprecherteam laufen jetzt die Fäden zusammen. Ein neuer Flüchtlingsbeirat verzahnt die Arbeit der ehrenamtlichen und professionellen Helfer von Stadt, Caritasverband, Arbeitsagentur und anderen Einrichtungen. Rudolf Kleyboldt: „Die Koordination der Hilfen ist wichtig. Es gibt ein Geflecht von Hilfen und Zuständigkeiten, das selbst für die Profis schwer zu durchschauen ist.“ Die Mitgliedervollversammlung der Flüchtlingshilfe tagt zwei Mal im Jahr.

Gute Zusammearbeit

Für die Fachbereichsleiter im Rathaus, Günter Wehning (Schule und Kultur) sowie Ludger Wilmer (Arbeit und Soziales) ist die Arbeit der Flüchtlingshilfe nicht mehr wegzudenken. Wilmer: „Sie ist ohne Wenn und Aber ein wichtiger Faktor für die Integration.“ Wehning: „Ohne Ehrenamt hätten wir die Aufnahme der Flüchtlinge nicht in der Qualität geschafft. Die Zusammenarbeit klappt ganz hervorragend.“  

 

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