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Symbolträchtige Malerei

Förderpreisträger Roman Kochanski stellt im Rathaus aus

STADTLOHN Im wahrsten Sinne seine Kunst ins (Rat-) Haus geholt hat am Freitagabend Roman Kochanski, diesjähriger Förderpreisträger der Stadt Stadtlohn im Rahmen des siebten Sommerateliers. Zugleich hat er für drei Monate sein eigenes Heim samt Atelier in Stadtlohn bezogen.

Förderpreisträger Roman Kochanski stellt im Rathaus aus

Der Künstler vor einem seiner Werke. MLZ-Foto

Die Malerei im Allgemeinen und die von Kochanski im Besonderen sei eine spannende Kunst, so Dr. Hans-Jürgen Lechtreck bei der Ausstellungseröffnung am Freitagabend. Zugleich habe sie aber auch eine schwere Bürde zu tragen, nämlich ihre jahrhundertlange Tradition – und auch der diesjährige Förderpreisträger habe diesen „Mords-Klotz“ am Bein. „Schon mittels der Höhlenmalerei haben die Menschen Tiere in ihre Behausung herein geholt, um die Welt draußen besser erfassen zu können“, erklärte der Kurator des Sommerateliers, Lechtreck. Der in Essen geborene Künstler mache in seiner Kunst nichts anderes, oft seien seine zumeist großformatigen Bilder von allerlei Getier bevölkert.

Die kleine, aber feine Auswahl an Werken, die bis zum 29. Juni im Rathaus zu sehen ist und die neben zahleichen weiteren Arbeiten Anlass zur Prämierung Kochanskis war, zeigt seinen momentanen künstlerischen Standpunkt. Seine Malerei ist figurativ und zugleich illusionistisch. Seine Sujets sind der realen Welt entlehnt, aber in einen irrealen Zusammenhang gebracht. Das große Gemälde „Esel mit Junge“ zeigt einen kleinen, als Harlekin verkleideten Knaben, der auf einem Esel reitet. Ungewöhnlicherweise befinden sich Reiter und Reittier nicht im Freien, sondern in einem türkisgekachelten Raum.

Eine Anspielung Kochanskis Werke sind gespickt mit Symbolen, die es in Zusammenhang zu bringen gilt. Ist der Harlekin als Anspielung auf Picasso zu verstehen, der den Clown gerne als sein Alter-Ego nutzte? Ist der Esel simples Nutztier oder doch Sinnbild für die menschliche Sturheit? Kochanski bringt sie unter ein Dach, macht sie zu Teilen seines künstlerischen Kosmos. Über seine Vorstellungen bezüglich seines Stadtlohner Aufenthaltes sagte der Maler: „Ich habe eine sehr stressige Zeit hinter mir, in der ich unter viel Zeitdruck arbeiten musste. Jetzt freue ich mich darauf, Zeit zu haben aufzuatmen und in Ruhe Bilder entstehen zu lassen.“

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