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Frohsinn statt Vollrausch

Stadtlohn "Dass Alkoholkonsum ein großes Problem ist und nicht vor den Toren Stadtlohns Halt macht, ist hinreichend bekannt", erklärte Günter Wehning, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, bei der Informationsveranstaltung "Jugendschutz im Karneval" im Haus Hakenfort.

Frohsinn statt Vollrausch

<p>Günter Wehning vom Ordnungsamt Stadtlohn, Regina Kasteleiner vom Fachbereich Gesundheit des Kreises Borken und Michael Hermes vom Fachbereich Jugend und Familie (v. l.) informierten über Maßnahmen zur Prävention von Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Dirking.</p>

Die Stadt Stadtlohn wolle daher in Zusammenarbeit mit der Karnevalgesellschaft, der Polizei, dem DRK und den Gastwirten verstärkt präventiv tätig werden und erste Schritte zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol einleiten, wobei hier besonders an die Jugend gedacht ist. "Vollrausch.... ohne mich!", so ist die Kampagne gegen Alkohol-Missbrauch überschrieben, deren Initiator der Kreis Borken ist und die Regina Kasteleiner, Koordinatorin vom Fachbereich Gesundheit, am Donnerstag näher erläuterte.

Zugang zu leicht

Die Fälle von Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen seien von 68 im Jahre 2002 auf 165 in 2005 gestiegen - so eine Studie zum Suchtmittelkonsum im Kreis Borken. Schon bei Teenagern seien Promillewerte von 2,9 und 3,3 festgestellt worden. Diese Daten stammten aus den Krankenhäusern, so die Referentin. Der Zugang zu alkoholischen Getränken sei immer noch zu leicht. Der Handel solle deutlicher auf die Ausweispflicht und das Alterslimit achten. Auch sollte verhindert werden, dass junge Erwachsene Kindern und Jugendlichen hochprozentigen Alkohol besorgen. Vor allem seien Eltern, Schule und Sportvereine aufgefordert, die jungen Menschen vor Alkoholmissbrauch zu schützen. Was ist erlaubt, was nicht? Darüber klärte Michael Hermes vom Kreisjugendamt auf. Die Rechtslage sei eindeutig. Branntweinhaltige Getränke dürfen an Jugendliche unter 18 Jahren nicht abgegeben und nicht ausgeschenkt werden. Für Jugendliche unter 16 Jahren sind auch andere alkoholische Getränke tabu, es sei denn, sie sind in Begleitung eine r sorgeberechtigten Person.

Logo aufhängen

Der Referent empfahl den Veranstaltern, die Vorschriften des Jugendschutzgesetzes deutlich sichtbar, eventuell mit dem Logo der Kampagne "Vollrausch...ohne mich!" auszuhängen. Die Vertreter der Polizei und des Ordnungsamtes kündigten intensive Kontrollen während der Karnevalsumzüge an. Das Deutsche Rote Kreuz sorge für ein Auffangzelt, hieß es. Ebenso wolle die Karnevalsgesellschaft bei der Bewältigung dieses Problems helfen, damit die Jugendlichen friedlich und fröhlich in Stadtlohn Karneval feiern können und sich dabei nicht von aggressiven, alkoholisierten Unruhestiftern stören lassen müssen. sd

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