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"Gelebte Partnerschaft"

Stadtlohn Als Bürgermeister Helmut Könning den deutschen und polnischen Jugendlichen ein leckeres Eis in Aussicht stellt, fällt der Applaus besonders groß aus.

"Gelebte Partnerschaft"

<p>Bürgermeister Helmut Könning freute sich über den Besuch der Jugendgruppe aus Polen und würdigte die 20-jährige Partnerschaft zwischen dem Kinderheim Wojcieszow und der Herta-Lebenstein-Realschule. Ohm</p>

Doch Beifall brandete gestern morgen nicht ohne Grund gleich mehrfach im Stadtlohner Ratssaal auf: Der Empfang für die 37 Schüler aus Wojcieszow entwickelte sich fast zu einem kleinen Festakt, mit dem das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen dem polnischen Kinderheim und der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn seine Würdigung fand. Könning hatte die Gäste aus dem Nachbarland zunächst herzlich begrüßt. Er blickte zurück auf das Jahr 1988: Damals war ein erster Spendentransport nach Wojcieszow auf den Weg gegangen. Dort habe damals große Not geherrscht, so dass der Wunsch zu weiterem Engagement aufkam. Immer stärker hätten sich daraus regelmäßige Treffen wie das gemeinsame Pfingstlager entwickelt: "Das ist eine gelebte Partnerschaft."

Könning hob den Wert dieser Freundschaft hervor: "So werden neue Brücken gebaut, die zum Verständnis zwischen den Völkern führen."

Er dankte dafür allen Aktiven, besonders Wolfram Hemsath und Elisabeth Pawella vom Verein "Die Brücke"sowie der Lehrer- und Elternschaft der Realschule.

Deren Leiter Ludger Terfrüchte bekannte, sich gestern bewusst eine rote Krawatte zum weißen Hemd ausgesucht zu haben - die Farben Polens: "Dieser Anlass ist aller Ehren wert." Er betonte, dass die Partnerschaft zu Wojcieszow viele Anstöße für die Entwicklung der Schule gebracht habe. Dabei verwies er unter anderem auf den Prozess der Namensfindung, die KZ-Gedenkstättenfahrten und das Schulprogramm.

Was mit einer praktischen Hilfe vor 20 Jahren begonnen habe, sei nun zu einem gelebten Miteinander geworden. Er dankte den öffentlichen Institutionen ebenso wie Eltern- und Lehrerschaft und nicht zuletzt dem Verein "Die Brücke", der die Partnerschaft heute trage. Dem schloss sich nicht zuletzt auch Marian Zwolenik als Direktor des Wojcieszower Kinderheimes ausdrücklich an. to

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