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"Grüner" Lärmschutz

Stadtlohn Am Ende war es nicht ganz klar, ob die Geschmacksfrage den entscheidenden Einfluss hatte. Aber der Zweck hat eigentlich wenig mit dem Aussehen zu tun: Um den Lärmschutz für das Neubaugebiet am Owwering ging es in der vergangenen Sitzung des Stadtlohner Bauausschusses.

"Grüner" Lärmschutz

<p>Reger Verkehr auf dem Westfalenring: Schon jetzt hat sich der Bauausschuss Gedanken darüber gemacht, wie das Neubaugebiet Owwering vom Lärm abgeschirmt werden kann. Winter-Weckenbrock</p>

Am Ende stand ein mehrheitlicher Beschluss: Eine "ökologische" Lärmschutzwand soll die künftigen Bewohner vor dem Krach schützen, den der Straßenverkehr auf dem viel befahrenen Westfalenring nun einmal erzeugt.

Zunächst hatte Frank Blankennagel vom Ingenieurbüro Kettler und Blankennagel die verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt. Die ökologische Lärmschutzwand verspricht - nach entsprechender Wachstumsphase - eine "grüne" Optik. Sie besteht im Aufbau aus drei Komponenenten: Trägerprofilen, Außenmatten und Vertikalnadeln. Diese müssen nur zusammengesteckt werden. Damit sei das System auch unempfindlich gegen Rost, so Blankennagel: "Da muss nichts geschweißt werden." Das so aufgebaute Gerüst wird mit Boden angefüllt.

Eine zweite Lösung würde sich der Wand anpassen, die am Südring bereits besteht: Sie besteht aus Stahlbetonfertigteilen und Verblendziegeln. Eine Lärmschutzwand aus Gabionen - Metallkörben mit Steinfüllung - und eine aus Stahlbeton vervollständigten das Bild der Möglichkeiten.

Der Ausschuss entschied sich für die preiswerteste Lösung: Die ökologische Lärmschutzwand schlägt in der Kalkulation von Kettler und Blankennagel mit 304 000 Euro zu Buche. Zum Vergleich: Die Wand aus Beton und Ziegeln hätte danach 832 000 Euro gekostet.

Die SPD hatte sich für diese Lösung ausgesprochen. Franz-Josef Demes argumentierte: "Das sieht gut aus und nimmt nicht viel Platz weg." Außerdem entstünden keine Pflegekosten - im Gegensatz zur ökologischen Lärmschutzwand. Das sahen die anderen Fraktionen anders: CDU, UWG und FDP sprachen sich übereinstimmend für die begrünte Version aus. Zwar hegte Heinrich Ellers (CDU) gewisse Zweifel: "Es ist fraglich, wie lange die inneren Stahlelemente haltbar sind." Doch diese Bedenken teilte seine Fraktion nicht. to

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