Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Heerführer mit steiler Karriere

Stadtlohn Es war ein Ereignis großer historische Bedeutung, das sich in dieser Woche zum 385. Mal jährte: die Schlacht im Lohner Bruch am 6. August 1623.

Heerführer mit steiler Karriere

<p>Im Lohner Bruch stießen im August 1623 die feindlichen Heere aufeinander. Daran erinnert ein Gedenkstein. Ohm</p>

Ihr Ablauf ist in der Vergangenheit immer wieder in den Blickpunkt historischer Betrachtungen vor Ort gerückt. In diesem Jahr hat Stadtarchivar Ulrich Söbbing daher bewusst das Augenmerk nicht auf den gesamten Ablauf des schicksalhaften Aufeinandertreffens der Heerführer Tilly und Christian gelenkt, sondern sich einer der herausragenden Figuren des Geschehens angenommen: In seinem Dokument des Monats hat er daher einen Kupferstich ausgewählt, der den Feldherrn Johann Jakob von Bronckhorst-Batenburg, Graf zu Anholt, zeigt. Söbbing verfasste dazu einen Beitrag, den wir nachstehend in Auszügen veröffentlichen:

Johann Jakob von Bronckhorst war wohl der bedeutendste westfälische Heerführer des Dreißigjährigen Krieges. Bis 1622 wurde er in kurzer Folge zum Feldmarschallleutnant, zum Generalwachtmeister und Feldmarschall befördert. Er gehörte damit zu den führenden Kräften in der bayrisch-kaiserlichen Armee. Weitere Ehrungen erfuhr der durch die Erhebung in den erblichen Grafenstand 1621 und durch die Verleihung des angesehenen Ordens vom Goldenen Vlies 1628.

In seiner Heimat Westfalen fiel dem Grafen von Anholt in den Jahren 1622 und 1623 die Aufgabe zu, die Aktivitäten der protestantischen Feldherren Graf von Mansfeld und Christian von Braunschweig zu unterbinden. Die Einquartierung seiner Truppen in die Städte des Münsterlandes stieß jedoch auf allgemeinen Widerstand. Auch die Einquartierung "befreundeter" Einheiten brachte die betroffenen Städte und Regionen oft an den Rand des Ruins. In Stadtlohn errichtete An-holts Oberstleutnant Graf Matthias Gallas sein Hauptquartier.

Beim Heranrücken der Armee des Herzogs Christian von Braunschweig Anfang August 1623 zog Anholt seine Truppen zusammen und unterstellte sie dem Oberbefehl des Grafen Tilly. In der Schlacht zeichnete er sich besonders aus. Als Kommandant der Vorhut durchbrach er die feindlichen Linien, so dass Tilly später urteilte: "Nächst Gott gehört der ganze Ruhm des Tages dem Grafen Anholt."

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bei Abriss des Berkelmarktes

Arbeiter stürzt in die Tiefe

Stadtlohn. Einige Meter ist ein Arbeiter bei Abrissarbeiten am alten Berkelmarkt in die Tiefe gestürzt. Die Feuerwehr rettet den Verletzten mit dem Teleskopmast.mehr...

Verzicht auf Stadtlohner Ratsmandat

Berthold Dittmann tritt aus der SPD aus

Stadtlohn Eigentlich war er immer ein Sozialdemokrat mit Leib und Seele. Jetzt aber ist das Maß voll. Berthold Dittmann gibt sein SPD-Parteibuch zurück. Er hat seine Gründe.mehr...

Neubau am Döbbelts Kamp

Autos sollen Radweg nicht kreuzen

Stadtlohn Die neuen Wohnhäuser am Döbbelts Kamp sollen nicht über die Vredener Straße erschlossen werden. Die Politiker wollen den Radweg vor Autos und Lkw schützen.mehr...

Stadtlohner Landwirte vor Herausforderungen

Viele Aufgaben auf dem Acker und im Stall

Stadtlohn Die Stadtlohner Landwirte haben Dirk Große Damhues als ihren Vorsitzenden bestätigt. Der sieht viele Herausforderungen für seinen Berufsstand.mehr...

Rosenmontagszug in Stadtlohn

Bazillus lässt die Herzen beben

Stadtlohn Der Rosenmontagszug begeistert Tausende von Narren. Die Stadlohner fühlen sich exotisch – und ein Flüchtling fühlt sich wie ein Stadtlohner.mehr...