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Hinsehen statt wegschauen

Stadtlohn Eine Serie von gewalttätigen Raubüberfällen hat viele Stadtlohner in diesem Jahr in Angst versetzt. Auch wenn die Polizei die mutmaßlichen Täter inzwischen geschnappt hat (Münsterland Zeitung berichtete), will die Stadt Konsequenzen ziehen: Der kriminalpräventive Rat hat eigens getagt, um Möglichkeiten der aktiven Bekämpfung solcher Vorfälle zu erörtern.

Wie kann die Sicherheitslage verbessert werden? Über diese Frage debattierten Vertreter aus der Politik, der Stadtverwaltung, den örtlichen Sportvereinen, der Polizei, der Ausländerbehörde und des Jugendamtes.

Erster Beigeordneter Karlheinz Pettirsch teilte mit, dass ein vermehrter Einsatz des Wachdienstes in der Innenstadt erfolgt und Ordnungsamt und Polizei vermehrt Streifen im Stadtgebiet durchführen. Außerdem würden dunkle Plätze besser ausgeleuchtet. Leider könnten alle diese Maßnahmen aber keinen absoluten Schutz garantieren, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig.

Polizei: Aussage machen

Wenn es dennoch zu einem Überfall komme, benötige die Polizei die Mithilfe der Opfer der Straftat und der Zeugen. Dabei vertraten die Vertreter der Polizei die Auffassung, dass seitens der Bevölkerung leider nur eine geringe Aussagebereitschaft vorhanden ist. Doch ohne Aussagen keine Beweise, und ohne Beweise keine Verurteilung. Die Polizei rief deshalb alle Zeugen und Betroffenen einer Straftat auf, umgehend Straftaten anzuzeigen und eine Aussage zu machen.

Das Gefühl, dass man am Wochenende nicht mehr in die Innenstadt gehe könne, ohne dass etwas passiere, entspreche nicht der tatsächlichen Gefahrenlage, so ein Vertreter der Polizei. Das bedeute nicht, dass nichts unternommen werde. Viele Maßnahmen kämen aus ermittlungstaktischen Gründen nicht an die Öffentlichkeit, und die Verurteilung eines Täters stehe bei weitem nicht so groß in der Zeitung wie der begangene Überfall. Sollte es trotz aller Bemühungen zu einem Vorfall kommen, wird dieser von der Polizei konsequent verfolgt - dabei ist sie aber auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Deshalb die "Aktion tu was", damit die Stadtlohnerinnen und Stadtlohner aktiv die Polizei unterstützen, die Innenstadt sicherer zu machen.

Ziel: mehr Sicherheit

Der kriminalpräventive Rat unterstrich, dass jemand, der Vorfälle anzeigt und Namen nennt, kein Denunziant sei, sondern mithelfe, Straftaten konsequent zu verfolgen und die Innenstadt für alle sicherer zu machen.

Die anderen im kriminalpräventiven Rat erörterten Maßnahmen wie eine intensivere Einbeziehung der Wirte und eine Neukonzeptionierung der Jugendarbeit sollten von den zuständigen Stellen zügig umgesetzt werden, so der Tenor.

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