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Keine Ausgabe mehr?

Stadtlohn Die Tafel Gescher möchte die Außenstelle beim Deutschen Roten Kreuz in Stadtlohn nicht mehr weiter betreiben. Der Grund: Tiefgefrorene Waren könnten wegen fehlender Gefrierschränke in Stadtlohn nicht verteilt werden.

Keine Ausgabe mehr?

<p>Helmut Könning, Juliane Rehkamp und Dr. Ludwig Kuckuck vom DRK freuten sich im Januar über den Start der Ausgabestelle der Tafel Gescher in Stadtlohn. Archiv</p>

"Es ist dem Vorstand der Gescher Tafel ein Anliegen, alle Kunden aus Stadtlohn und Gescher gleich zu behandeln und nicht von gefrosteten Lebensmitteln auszuschließen", betont Franz-Josef Menker vom Vorstand des gemeinnützigen Vereins Gescher Tafel in einer Pressemitteilung. Der Gescheraner Verein freue sich mit dem DRK Stadtlohn über die hohe Ehrung, die Juliane Rehkamp kürzlich für ihr hohes Engagement bei ihrer wertvollen Unterstützung beim Aufbau und Betrieb der Ausgabestelle Stadtlohn erhalten habe. Doch die Gescher Tafel erhalte mehr und mehr wertvolle Tiefkühlwaren, bei deren Verteilung schon aus lebensmittelrechtlichen Gründen die Kühlkette nicht unterbrochen werden dürfe, so Menker.

Keine Kühlung

"Leider gibt es bei der Ausgabestelle in Stadtlohn keine ausreichenden Gefrierschränke oder Tiefkühlmöglichkeiten, so dass unseren Kunden aus Stadtlohn bisher bedauerlicherweise nur ein deutlich beschränktes Angebot an Lebensmitteln gemacht werden konnte", erläutert der Tafel-Aktive. Viele hätten bereits reagiert und nutzten das größere Angebot direkt bei der Ausgabestelle in Gescher.

Bürgermeister Helmut Könning wurde in seiner Eigenschaft als DRK-Vorsitzender von Franz-Josef Menker telefonisch über die Entscheidung in Kenntnis gesetzt. "Das kam überraschend für uns, und wir bedauern das natürlich", kommentierte er. Das DRK habe vorgeschlagen, die Tiefkühlwaren mit einem (noch anzuschaffenden) Kühlfahrzeug abzuholen. "Unsere Einschätzung war: Wir können das schaffen. Die Gescher Tafel sieht das wohl anders", fasste er zusammen. Der Beschluss, so seine Einschätzung, sei wohl endgültig. Den von der Tafel unterbreiteten Vorschlag, mit dem DRK-Bulli die Kunden aus Stadtlohn nach Gescher zu fahren, hält der DRK-Vorsitzende für unglücklich: "Als die Zusammenarbeit gestartet ist, war der Gedanke ja, dass wir helfen wollen, und zwar vor Ort", betont Könning. Und an diesem Ziel habe sich nichts geändert.

"Es war mein Eindruck, dass wir eine gute Zusammenarbeit hatten", blickt er auf das Halbjahr zurück. In Stadtlohn seien viele Helfer jeweils donnerstags und freitags im Einsatz. Noch in dieser Woche werde sich der DRK-Vorstand zusammensetzen, den Vorschlag der Gescher Tafel überdenken aber auch schauen, ob es Alternativen gibt, kündigte Könning an. "Im Moment", sprach er Klartext zur Situation, "bin ich nicht so zufrieden damit." ewa

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