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Abriss und Neubau

Lidl baut an der Grabenstraße

Stadtlohn. Jetzt auch der Lidl: Nach Aldi und K+K plant nun auch der Discounter an der Grabenstraße den Abriss seines Gebäudes, um Platz für einen größeren Neubau zu schaffen. Der Bauausschuss sieht noch einige Knackpunkte.

Lidl baut an der Grabenstraße

So soll der Eingangsbereich des neuen Lidl-Marktes aussehen, der mit 1400 Quadratmeter Fläche fast doppelt so groß ist wie der alte. Foto: Lidl

Die Modernisierungswelle der Discounter und Lebensmittelmärkte in Stadtlohn rollt weiter: Nach Aldi (Breul und Schützenweg) sowie K+K (Eschstraße) plant nun auch Lidl an der Grabenstraße einen Neubau. Dafür soll der bestehende, rund 15 Jahre alte Lidl-Markt abgerissen werden. Am Dienstagabend haben die Lidl-Manager Christoph Hensel und Isabell Janßen Pläne im Bauausschuss der Stadt vorgestellt.

Danach soll der jetzt 800 Quadratmeter große Markt ebenso wie der Getränkemarkt auf dem Gelände abgerissen werden. Auch die ehemalige „Töpferstube“ an der Ecke Grabenstraße/Vredener Straße soll beseitigt werden, um Platz für den Parkplatz zu schaffen.

Die Fläche wird fast verdoppelt

Das neue Lidl-Gebäude soll kein Satteldach mehr erhalten, sondern als kubischer Querriegel von der Grabenstraße aus gesehen an die hintere Grundstücksgrenze rücken. Zur Grabenstraße hin sind 123 Stellplätze für die Kunden geplant.

Der neue Discounter soll mit einer Grundfläche von 1400 Quadratmetern fast doppelt so groß wie das bestehende Gebäude werden. „Das ist zukunftsfähig und ermöglicht uns eine zeitgemäße Präsentation unserer Waren“, erklärte Christoph Hensel vor dem Bauausschuss. Das Sortiment an sich werde nicht vergrößert.

Breitere Gänge und niedrigere Regale sollen das Einkaufserlebnis angenehmer machen. Außerdem, so Isabell Janßen, stünde Nachhaltigkeit im Fokus: von der Nutzung der Tiefkühl-Abwärme und Solarenergie bis hin zu möglichen Ladestationen für E-Fahrräder und E-Autos.

Der Bauausschuss hat noch Vorbehalte

Der Bauausschuss begrüßte im Grundsatz die geplante Investition – allerdings mit einigen Vorbehalten. „Die Planungen werden jetzt gerade erst auf den Weg gebracht. Lidl sollte sich mit den Nachbarn an einen Runden Tisch setzen, um Rücksicht auf deren Interessen nehmen zu können“, erklärte Erwin Plate (UWG). Diesen Gedanken unterstützten alle Ausschussmitglieder. Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp sagte zu, zu einem solchen Runden Tisch ins Rathaus einzuladen.

„Es gibt ja noch einige Knackpunkte zu besprechen“, meinte Bernd Schöning (FDP). Ludger Brockherde (SPD) nannte zum Beispiel mögliche Geräuschemissionen durch Kühlanlagen. In diesem Punkt werde es keine Probleme geben, versicherte Christoph Hensel. Im Gespräch mit den direkten Nachbarn seien schon vorab „die meisten Bedenken ausgeräumt worden“.

Bei der Verkehrsplanung sind noch Fragen offen

Cäcilia Völker (CDU) sah vor allem in der Verkehrsführung noch Gesprächsbedarf. „Die LKW-Anlieferung sollte nicht über die Vredener Straße erfolgen.“ Das sei auch nicht vorgesehen, so Christoph Hensel. Aus Lidl-Sicht könne die verkehrliche Situation mit der Anlieferung über die Grabenstraße bleiben, wie sie ist.

Das betonte auch Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp. Er empfahl dennoch, zumindest darüber nachzudenken, wie künftig die Verkehrsführung auf der Vredener Straße in diesem Bereich aussehen könne. Schließlich eröffne der Abriss der Töpferstube theoretisch neue Möglichkeiten, den Straßenraum auszuweiten. Reinhold Dapper sah das auch so: „Es wäre fahrlässig, sich das nicht anzusehen. Schließlich führe die jetzige Einbahnstraßenregelung auf der Vredener Straße zu zusätzlichen Belastungen auf dem Schanzring und auf der Josefstraße.

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