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Verfahren wegen Betrugs gegen Stadtlohner eingestellt

Mit Entschuldigung vor Amtsgericht gepunktet

Stadtlohn/Ahaus Schon vor einem Jahr ließ das Gericht Milde walten: Ein heute 32 Jahre alter Stadtlohner hatte im Internetauktionshaus Ebay einen Computer für 500 Euro verkauft. Allerdings: Er verschickte der das Gerät nicht, nachdem er den Kaufpreis erhalten hatte. Ein klarer Betrug, so sah es das Gericht damals. Jetzt gab es ein Wiedersehen.

Mit Entschuldigung vor Amtsgericht gepunktet

Obwohl der Mann einschlägig vorbestraft war gab ihm die Richterin vor einem Jahr noch eine Chance: Er solle den Schaden innerhalb eines halben Jahres wieder gut machen, dann werde das Verfahren eingestellt. Nur: Der Mann bezahlte nicht innerhalb der vorgegebenen Frist. Am Montag saß er erneut auf der Anklagebank des Amtsgerichts Ahaus.

Die Richterin redete dem Mann streng ins Gewissen: „Sie haben vor einem Jahr von meiner Kollegin ein sehr gutes Angebot bekommen. Sie haben es nicht genutzt, jetzt ist das Maß voll.“

Schaden beglichen und um Entschuldigung gebeten

Der Angeklagte zeigte sich reumütig: „Das tut mir wirklich unendlich leid.“ Seine Entschuldigung: „Es war ein blödes Jahr. Für mich ist familiär, gesundheitlich und finanziell alles zusammengebrochen.“

Die Erklärung war für die die Vertreterin der Staatsanwaltschaft und für die Richterin offenbar nachvollziehbar. Den Ausschlag gab am Ende, dass der Angeklagte nun nicht nur den Schaden wieder gut gemacht, sondern sich auch beim Geschädigten entschuldigt hat und der keinen weiteren Wert auf eine Strafverfolgung legte.

Die Richterin stellte das Verfahren nun endgültig ein – allerdings nicht ohne strenge Ermahnung: „Sie haben Riesenglück gehabt. Ich möchte Sie beruflich nie wiedersehen. Wenn doch, dann stehen Sie mit einem Bein im Gefängnis.“

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