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Initiative des Heimatvereins

Namenstafeln sollen an Kriegsopfer erinnern

Stadtlohn. Insgesamt 906 Soldaten aus Stadtlohn haben im Ersten oder Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren. Namenstafeln sollen an sie erinnern – aber auch an weitere Opfer.

Namenstafeln sollen an Kriegsopfer erinnern

In der Nähe des Mahnmals in der Ehrenhalle sähe die CDU die Namenstafeln gern. Foto: Markus Gehring

Bei den Kommunalpolitikern kam die Idee des Stadtlohner Heimatvereins gut an: Die Namen der Gefallenen aus Stadtlohn sollen auf Gedenktafeln festgehalten werden. So soll die Erinnerung wach gehalten werden an diejenigen, die im Krieg ihr Leben lassen mussten. Aber nicht nur der Soldaten soll auf diese Weise gedacht werden. Das hatte nicht nur der Heimatverein angeregt, das wurde auch in der jüngsten Ratssitzung von verschiedenen Ratsmitgliedern hervorgehoben.

Heimatvereinsvorsitzender Hermann Hintemann hatte auf den Besucherstühlen des Sitzungssaales Platz genommen und durfte sich über die wohlwollende Haltung der Kommunalpolitiker freuen. Auch wenn es in Details unterschiedliche Auffassungen oder Ideen und Anregungen zur Umsetzung gab. So schlug der eine oder andere Kommunalpolitiker vor, nicht nur die Gefallenen, sondern auch die Namen der ermordeten jüdischen Mitbürger, die Opfer der Bombardierung im März 1945 oder die bei Abstürzen zu Tode gekommenen Piloten der Alliierten mit aufzunehmen. Hermann Hintemann konnte immer mit einem Kopfnicken reagieren: „Das haben wir vor“, sagte er.

Monatelange Recherche

Auch die zwölf Opfer des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten sollen auf den Tafeln genannt werden – das hatten Hermann Hintemann und Jürgen Assing vom Heimatverein sowie Stadtarchivar Ulrich Söbbing schon zu Beginn des Jahres gegenüber der Münsterland Zeitung betont. Seinerzeit waren sie damit beschäftigt, die Namen zu sammeln und zu dokumentieren. Hermann Hintemann, dem in der Ratssitzung Rederecht eingeräumt wurde, zeigte sich noch immer erstaunt: „Wir hätten ja gedacht, in dem Heimatbuch von 1951 seien alle Namen genannt. Das ist überhaupt nicht so!“.

In der Ratssitzung herrschte die Meinung vor, dass die Namenstafeln mit den Opfern der Kriege und des Nationalsozialismus an der Ehrenhalle ihren Platz finden sollen.

In oder an der Halle?

Der Heimatverein hatte als geeigneten Platz die Kirchenwand im Durchgangsbereich zwischen Marktplatz und dem Vorhof des Pfarrhauses im Auge. Das sehe die CDU anders, sagte Heinrich Ellers in der Ratssitzung: Sie würde die Tafeln lieber innerhalb des – durch den Zaun geschützten – Bereichs der Ehrenhalle anbringen. Schon, um Vandalismusschäden vorzubeugen. Auch gehörten die Namen der Kriegsopfer schon eher zu dem großen Mahnmal, das in der Ehrenhalle de komplette Kopfwand ausfüllt.

Dass der Heimatverein sich nach vielen Überlegungen für Bronzetafeln entschieden hatte, fand Zustimmung. Ein Termin mit der Glockengießerei in Gescher sei schon vereinbart.

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