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Nette Gäste - und im Gepäck ein Führerschein

Nette Gäste -  und im Gepäck ein Führerschein

<p>Anita Papp zieht eine positive Bilanz. Ohm</p>

Stadtlohn Was anders ist in Deutschland? Anita Papp muss nicht lange überlegen. Sie lächelt bei der Antwort: "Die Gäste."

Drei Monate lang hat die junge Frau aus Ungarn jetzt in Deutschland gearbeitet - als Praktikantin im Residenz Hotel Loen. Wenn sie am Samstag gemeinsam mit 13 weiteren ungarischen Praktikantinnen in den Bus steigt und nach Hause fährt, liegt eine abwechslungsreiche Zeit hinter ihr. Sie absolviert genauso wie die anderen die Ausbildung an der Hotelfachschule in Bkscsaba.

Die drei Monate in Stadtlohn haben ihr viel gebracht. Nicht nur die Erkenntnis, dass die Gäste im Münsterland netter seien als daheim: Sie konnte, unterstützt durch ihre Kollegen und ihren Chef Martin Bienhüls, während ihres Aufenthalts auch den Führerschein machen - das sei in Deutschland für sie viel eher möglich gewesen als in Ungarn.

Auch für Bienhüls steht fest: "Wir nehmen jetzt seit acht Jahren jährlich ungarische Praktikantinnen auf. Wir hatten noch niemanden, der sprachlich so perfekt war wie Anita." Das hatte für die so gelobte positive Folgen: Sie konnte im vollen Umfang im Servicebereich tätig werden und das schließt die selbstständige Aufnahme von Bestellungen mit ein.

Was hat ihr während ihres Aufenthalts besonders gefallen? Die 20-Jährige muss nicht lange überlegen: "Die Arbeit, die mag ich sehr" Sie sei das erste Mal in ihrem Leben im Ausland, und am Anfang habe sie schon etwas Heimweh gehabt. Das sei aber rasch verflogen - und jetzt zeigte sie sich selbst erstaunt darüber, dass die drei Monate schon vorbei sind. In dieser Zeit traf sie sich auch mit den anderen 14 Praktikantinnen. Gemeinsam tauschten sie sich über die unterschiedlichen Erfahrungen an den jeweiligen Arbeitsplätzen aus.

Zuhause in Dèvavànya dürfte die Freude riesengroß sein, wenn Anita nach 20-stündiger fahrt am Sonntag wieder bei ihrer Familie eintrifft - und noch einmal, wenn sie erfährt, dass sie mit einem Führerschein heimkommt. Noch ein Jahr muss sie die Fachschule besuchen. Was danach kommt, könnte sich Anita schon vorstellen: "Ich würde gerne nach Deutschland zurückkommen, um hier zu arbeiten." to

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