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Brieffreundschaft

Philippina und Stadtlohner schreiben sich seit 36 Jahren

STADTLOHN Es begann vor 36 Jahren mit einer Brieffreundschaft. Eine Nachbarin holte den damals 14-jährigen Harald Musholt mit in ein Programm der Uni Münster: Es ging darum, internationale Kontakte zu knüpfen - es gab Brieffreundschaftsanfragen aus aller Welt.

Philippina und Stadtlohner schreiben sich seit 36 Jahren

Harald Musholt (vorne) und seine Familie freuten sich über den Besuch von Mabel Menquito (2. v. l.) und ihrem Ehemann Jan Eric (2. v. r.).

"Die Kontakte nach Schweden, Algerien und Mauritius sind mit der Zeit eingeschlafen", sagt Harald Musholt. Doch die Freundschaft zu der Philippinerin Mabel Menquito hat bis heute Bestand. Gerade erst wieder war sie zu Gast in der Töpferstadt. Bis sich die Brieffreunde zum ersten Mal persönlich trafen, hat es gedauert: Erst im Jahr 2007 standen sich die Freunde zum ersten Mal gegenüber.

Mabel und ihr Mann Jan Eric besuchten Harald Musholt und seine Frau Karin in Stadtlohn. In den ersten Jahren wurde die Brieffreundschaft natürlich mit Briefen auf Papier gepflegt. Heute aber wird auch bei Harald und Mabel die Kommunikation über E-Mail und Smartphone zunehmend elektronisch.

Tour durch Europa

In diesem Jahr nun hatte sich das philippinische Paar auf eine Tour durch Europa nach Mailand, Dänemark, Norwegen aufgemacht. Amsterdam und Berlin standen auch auf der Route - und zum Geburtstag von Harald kamen sie erneut nach Deutschland.

"Als wir am Bahnhof in Coesfeld auf unsere Gäste warteten, stieg die Anspannung, jedoch ebenso die Freude darüber, dass die Brieffreundschaft nun schon so lange gepflegt und genährt wurde", sagt Karin Musholt.

Region kennengelernt

Eine ganze Woche verbrachte das Ehepaar Menquito mit der Familie Musholt in Stadtlohn. Sie nutzten die gemeinsamen Stunden nicht nur zum Feiern, sondern auch für Ausflüge in die Region. So brachte nicht nur die Tour zur Kirche St.-Carl-Borromäus und Marias Backhaus in Stadtlohn-Büren den Gästen das Münsterland näher, sondern auch die Besuche der Barrockkirche, des Venns und der Biologischen Station in Zwillbrock.

Auch der Winterswijker Markt und Schlösser in der Umgebung wurden in der kurzen Zeit angesteuert. Die Verständigung stellte noch kein Problem dar, denn Harald und Mabel sprechen auf Englisch miteinander. "Und das funktioniert sehr gut", so Harald Musholt. "Ich kann nicht so gut Englisch, aber die Kommunikation funktioniert trotzdem einwandfrei", ergänzt Karin Musholt lachend. "Eine Woche, in der man so viel erlebt, so viel nachholen und besprechen möchte, geht schnell um", bilanzieren die beiden. Die Wehmut ist groß, denn keiner weiß, wann die Freunde sich wiedersehen.

Besuch geplant

Familie Musholt war noch nicht zu Besuch auf den Philippinen und bleibt die Hoffnung, sich eines Tages dort zum dritten Mal gegenüberzustehen. Denn es wäre sicher bereichernd, das Zuhause eines Menschen, den man ansonsten so lange und gut kennt, sehen und lieben lernen zu können, so wie Mabel und ihr Jan Eric das Münsterland kennenlernen konnten.

Konkrete Pläne gibt es jedoch nicht, denn Karin Musholt hat Flugangst. Diese sei schwer zu überwinden, weshalb alle bisherigen Urlaubsziele auf anderen Wegen erreicht wurden, aber Harald Musholt ist guter Dinge und sagt: "Vielleicht wird es ja irgendwann doch was mit einem Besuch auf den Philippinen. Und wenn, dann nehmen wir unsere Tochter mit, sie würde sich ebenfalls freuen, mal was anderes zu sehen". Die Hoffnung stirbt zuletzt und die Freundschaft bleibt bestehen.

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