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Konzept für Einzelhandel in Stadtlohn

Rat beschließt Einzelhandelskonzept und zieht Grenzen

Stadtlohn Der Rat beschließt Aktualisierung des Einzelhandelskonzepts und grenzt den zentralen Versorgungsbereich klar ab. So soll die Innenstadt geschützt werden.

Rat beschließt Einzelhandelskonzept und zieht Grenzen

Blick vom Markt in die Stegerstraße: Das Einzelhandelsgutachten grenzt den zentralen Versorgungsbereich in der Innenstadt klar von den Randlagen ab. So soll die Innenstadt vor dem Ausbluten durch Märkte am Rande der Stadt geschützt werden. Foto: Stefan Grothues

Begeisterung sieht anders aus. Der Rat der Stadt Stadtlohn hat in seiner jüngsten Sitzung die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts 2018 zwar einstimmig beschlossen – allerdings mit vielen skeptischen Mienen. Reinhold Dapper (SPD) sprach aus, was mancher schon zuvor angedeutet hatte: „Mir erschließt sich der Sinn eines solchen Konzepts immer weniger. Warum gibt die Stadt soviel Geld für das Gutachten aus für Erkenntnisse, die jeder sehen kann, der mit offenen Augen durch die Stadt geht.“

Handlungsanleitung und Orientierung

Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp konnte es erklären. Das Einzelhandelsgutachten sei eine Handlungsanleitung und eine Orientierung für Investoren und Politik. Vor allem aber: Es lege den zentralen Versorgungsbereich fest und gebe der Stadt die Legitimation, innenstadtschädliche Neuansiedlungen in Randbereichen zu verhindern. Mit anderen Worten: Mit dem Einzelhandelsgutachten kann die Stadt bei etwaigen gerichtlichen Auseinandersetzungen um Marktansiedlungen belegen, nicht willkürlich entschieden zu haben.

Der Unmut im Rat hatte sich bereits im vergangenen November an Ungenauigkeiten, Fehlern und nicht mehr aktuellen Datenlagen in dem Gutachten entzündet. Damals hatte der Rat dem Konzept die Zustimmung verweigert und die Gutachter „nachsitzen“ lassen.

Action-Markt an der Burgstraße nicht gewollt

Nun gilt die überarbeitete Fassung. Neben einer aktualisierten Beschreibung der Leerstände, Anpassungen an neue Gesetzeslage und der Berücksichtigung des Rückgangs des Warenangebots in den Bereich Glas, Porzellan, Keramik, Hausrat und Einrichtungsbedarf ist der Verzicht auf die Darstellung eines potenziellen Erweiterungsbereichs nördlich der Burgstraße ein Kernelement der Neufassung. Dafür hatte der Planungsausschuss bereits im September 2017 die Weichen gestellt.

Damals stand die Errichtung eines Action-Marktes an der Burgstraße im Raum. Dem schoben die Politiker mit großer Mehrheit einen Riegel vor. Sie befürchteten durch eine Ausweitung des Zentralen Versorgungsbereich nördlich der Burgstraße eine zu starke Schwächung der eigentlichen Innenstadt.

Bürgermeister Helmut Könning erklärte, mit der aktualisierten Version des Einzelhandelsgutachtens habe der neue Citymanager eine gute Grundlage für seine Arbeit gegen Leerstände.

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