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Technisch aufgerüstet

Stadlohner Klärwerk in Vorreiterrolle

STADTLOHN Stadtlohn hat seine Kläranlage technisch kräftig aufgerüstet. Der Erfolg dieser Maßnahme ist bereits nachweisbar. Damit übernimmt man eine Vorreiterrolle für andere Klärwerke in der Region.

Stadlohner Klärwerk in Vorreiterrolle

Die neue Technik in der Stadtlohner Anlage interessiert auch die Mitarbeiter benachbarter Klärwerke.Gehring Foto: Markus Gehring

Jeweils rund 530.000 Euro wurden in eine neue Technologie von zwei 30 Jahre alten Nachklärbecken investiert. Und das in zwei Bauabschnitten 2016 und 2017. Nach einer halbjährigen Testphase am Becken 1 hatte man sich für die Nachrüstung des zweiten in diesem Jahr entschieden. Im Fokus steht dabei die Reduzierung von Stickstoff und Phosphor und damit konkret die Verbesserung der Reinigungsleistung (wir berichteten).

„Wir sind die Einzige im Kreis Borken, die so ausgebaut wurde“, sagt Kläranlagenleiter Ewald Rathmer. An seinen Erfahrungen – der Stickstoffgehalt wurde bereits um 20 Prozent reduziert – wollte er am Dienstag auch die Kollegen der „Kläranlagen-Nachbarschaft Borken“ teilhaben lassen. Stadtlohn war diesmal Gastgeber des halbjährlichen NRW-weiten Treffens auf Einladung der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall.

Blick in die Praxis

Beim Rundgang durch den Betrieb stand daher die Besichtigung der beiden „neuen“ Anlagen im Vordergrund. In die sogenannten „Belebungsbecken“ wurde eine Maschinentechnik eingebaut, die sehr viel effektiver als herkömmliche Einlaufwerke bei der Trennung von Schlamm und gereinigtem Abwasser arbeitet.

„Die klassischen Betonbauwerke weisen eine zu starre Geometrie auf“, sagt Dr. Martin Armbruster, Geschäftsführer der Firma Hydograv aus Dresden. Deren patentiertes „Adaptwerk“, so der Fachbegriff, hat aufgrund seiner höhenvariablen und insgesamt flexibel reagierenden Technologie – zum Beispiel auf unterschiedliche Witterungsverhältnisse –  demgegenüber klare Vorteile. Als Beitrag für den Gewässer- und damit für den Umweltschutz bewertet nicht nur der Firmenchef sondern auch Ewald Rathmer das Verfahren. „Am Horizont drohen strengere Grenzwerte“, bekräftigt Rathmer auch vor diesem Hintergrund den Wert der Investition.

Die Stadtlohner müssen dadurch aber nicht um höhere Abwassergebühren fürchten. Rathmer: „Wir können die Kosten mit der Abwasserabgabe ans Land gegenrechnen.“ Für das vergangene Jahr hatte es dadurch ja schon eine satte Rückzahlung in Höhe von 240.000 Euro gegeben. Eine Ähnliche ist dann wohl in diesem Jahr zu erwarten.

Die Kläranlage Stadtlohn ist eine von inzwischen 50, die bislang mit der neuen Hydrograv-Technologie ausgerüstet wurden.

Die Erste wurde vor zehn Jahren in Köln eingebaut.

Vorteile sind neben einer verbesserten Reinigung ein geringerer Wartungsaufwand und niedrige Kosten.

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