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Tanzen statt gruseln

Stadtlohn Halloween-Partyalarm herrschte am Mittwoch in der Stadtlohner Innenstadt. Süße Mädels gaben dekoriert mit Plastikspinnen und Spinnweben Saures, und Stadtlohner Jungs mit Messerattrappen quer durch den Schädel ließen ebenfalls Gruselstimmung aufkommen.

Tanzen statt  gruseln

<p>Stilvolles Outfit - Halloweenmäßig gestylt.</p>

Ihre Gage durch 14 teilen, mussten "Bronco Syndicats" im Uferlos, denn die Band hatte ganz groß aufgefahren. Doch dass nicht die Gage, sondern der Spaß an der Musik Antrieb ist, wurde ganz schnell klar. Perkussion, Bläser, ein Gesangsquartett und Rhythmussektion ließen die Combo auf der kleinen Bühne wie in einer Thunfischdose musizieren. Doch auch vor der Bühne war kaum noch Platz. Beinahe nebenan in der Uhle spielen Nork Rockklassiker der vergangenen 40 Jahre. Dabei standen der Band um Sängerin Gonda besonders die funkigen Stücke gut zu Gesicht, das groovte bei einem satten Sound. Nur ein Haus weiter durften sich Freunde der Gretsch-Gitarren und des Slapback-Echos freuen. Rockabilly und Rock'n'Roll standen auf der Setlist. Sänger und Gitarrist "Zwiebel" garnierte das Ganze mit der Harp.

Pogotanz und schnelles Zappeln gab es in der Haifischbar. Dieses für das Publikum anstrengende Tanzprogramm präsentierten die "Brain Bugs" aus Dortmund mit ihrem Skapunk bei voller Lautstärke. Deutlich leiser ging es in der alten Krone zu. Dort präsentierten die "Casanovas" Schlager mit Keyboard und Gitarre. In der gleichen Lautstärkenregion bewegten sich "Queer Beet" aus Weseke bei Schäfers/ Korfu. Während die ältesten in der Band wohl noch die Beatles live gesehen haben können, sind die jüngeren eher mit den "Ärzten" oder den "Toten Hosen" groß geworden. So bunt wie die Besetzung sollte auch das Set sein: Handgemachte Musik der Richtungen Rock, Pop, Beat und Soul wurden etwas zurückhaltend, aber höchst sympathisch vorgetragen.

Nebenan im Forum wehte mehr als nur ein Hauch von Blues. "Blues before Sunrise" boten Klassiker wie "Got my Mojo working" von Muddy Waters. Das Publikum sang immer wieder mit und konnte sich nur schwer losreißen, denn auch in anderen Kneipen gab es noch etwas zu sehen.

Härtere Gangart

Freunde der härteren Gangart kamen mit "Rockwasser" voll auf ihre Kosten. Die Jungs aus dem ganzen Kreisgebiet rockten im Havanas. Eigene Stücke vermischten sich mit Songs der "Toten Hosen" oder der Böhsen Onkelz. "Keine Experimente" hieß es im Kettelerhaus. Schon altbekannt spielten dort "Undercover" erdigen Rock und Pop mit Rockstarallüren á la "Let me entertain you" von Robbie Williams. fw

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