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Bau einer Begegnungsstätte geplant

Türkisch-Islamische Gemeinde lädt zum Familienfest

STADTLOHN Generationenwechsel im Vorstand und Baupläne auf dem Moscheegrundstück an der Hegebrockstraße – im Türkisch-Islamischen-Kulturverein Stadtlohn tut sich was. Am Samstag, 22. April, und am Sonntag, 23. April, haben die Stadtlohner Gelegenheit, die Moschee und die Gemeinde kennenzulernen – und ein fröhliches Familienfest zu feiern.

Türkisch-Islamische Gemeinde lädt zum Familienfest

Hoffen an diesem Wochenende auf viele Gäste beim Familienfest (v. l.): Ömer Helvaci, Vorbeter Ekrem Bayram, Vorsitzender Güngör Tutka und Vorstandsmitglied Tugba Tanic.

Von außen ist sie nur eine unscheinbaren Gewerbehalle an der Hegebrockstraße 97. Innen aber entfaltet sie die ganze Würde eines Gebetsraumes: mit einer hölzernen Minbar (Kanzel) und Mihrab (Gebetsnische) an der Qibla-Wand, die nach Südosten in Richtung Mekka weist. Und natürlich mit einem weichen Teppich, der nicht mit Schuhen betreten werden darf. Hier rezitiert der Imam Ekrem Bayram zum Freitagsgebet Verse aus dem Koran. An gewöhnlichen Freitagen besuchen rund 70 Gläubige das Gebetshaus, an hohen Festtagen sind es deutlich mehr – und zwar nicht nur Muslime mit türkischen Wurzeln. „Die Moschee ist für alle offen“, betont Güngör Tutka, der frischgewählte Vorsitzende. Auch die anderen acht Vorstandsmitglieder – sechs Männer und drei Frauen – sind im März neugewählt worden. „Das war ein harmonischer Generationenwechsel“, sagt Güngör Tutka. Die Ditib-Gemeinde zählt rund 120 Mitglieder aus Stadtlohn, Vreden, Gescher und Borken.

Dachverband Ditib

Güngör Tutka schränkt dann aber doch ein: „Wir sind offen für alle, nur nicht für Radikale und Salafisten.“ Um eine Unterwanderung zu verhindern, habe sich die türkisch-islamische Gemeinde in Stadtlohn schon bei ihrer Gründung vor fast 35 Jahren dem bundesweiter Dachverband Ditib angeschlossen, der unter Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei steht. Die Moschee an der Hegebrockstraße ist aber nicht nur seit 17 Jahren ein Treffpunkt zum Gebet. Güngör Tutka weist aus dem Fenster in den Garten hinter dem Gebäude: „Hier treffen wir uns zum Beispiel im Ramadan nach Sonnenuntergang mit den Familien zum Grillen. Das ist immer richtig schön.“ „Gute Erfahrungen“

Baupläne für 2017

Um künftig mehr Raum für solche Zusammenkünfte zu haben, plant der Kulturverein noch in diesem Jahr den Bau einer 20 mal 10 Meter großen Begegnungsstätte in Holzständerbauweise im hinteren Grundstücksbereich. Tutka: „Mit den Nachbarn haben wir schon gesprochen. Da gibt es keine Probleme.“ Ein Bauantrag oder eine Bauvoranfrage liegt im Rathaus noch nicht vor, erklärte gestern Bürgermeister Helmut Könning auf Anfrage. Prinzipielle Hinderungsgründe aber sieht er nicht. „Die Gemeinde ist sehr engagiert und sehr offen. Wir haben in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen miteinander gemacht“, so der Bürgermeister.

Tanz und Spezialitäten

Tugba Tanic freut sich ganz besonders auf das Familienfest. Die Beisitzerin im Vorstand des Türkisch-Islamischen Kulturvereins hat in den vergangenen Wochen mit den 14 Kindern ihrer Tanzgruppe eifrig orientalische Tänze geprobt. „Die Kinder sind acht bis zwölf Jahre alt und kommen aus Stadtlohn, Ahaus, Vreden und Borken“, erzählt sie. Auch einige bulgarische Kinder machen mit. Die Tanzgruppe ist auch für Christen offen. Ein Schwerpunkt des Familienfestes ist das große kulinarische Angebot. „Es wird alles frisch zubereitet“, sagt der Güngör Tutka und zählt auf: Adana, (gegrillte Hackfleischspieße), Kisir (Bulgursalat), Sarma (gefüllte Weinblätter), Lahmacun (Pizza), Cay (Tee), Türk Kahve (Mokka) … Mitglieder des Vereins führen durch die Moschee. Besucher können auch das Gebet des Imams miterleben. Alle Stadtlohner sind am Samstag, 22. April,  und am Sonntag, 23. April,  jeweils von 11 bis 18 Uhr in die Moschee an der Hegebrockstraße 97 eingeladen. 

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