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Tauchen für Menschen mit Behinderung

Wie ein Fisch im Wasser - Haus Hall bietet Kurse an

STADTLOHN Einmal zu tauchen ist für viele ein lang gehegter Traum. Für einige Menschen mit Behinderung ist er jetzt in Erfüllung gegangen. Das Haus Hall in Stadtlohn bietet für sie einen Tauchkurs an.

Wie ein Fisch im Wasser - Haus Hall bietet Kurse an

Jacquline und Christian Schroer im Einsatz. Foto: Madlen Gerick

Fast sieht es so aus, als sei das Schwimmbecken im Stadtlohner Hallenbad menschenleer. Am Rand stehen einige Personen, lachen und unterhalten sich, andere lassen ihren Blick über das Wasser schweifen. Denn wenn man genau hinguckt, kann man etwas Farbiges unter der Oberfläche beobachten, das immer weiter auf den Rand des Beckens zukommt. Silhouetten sind erkennbar, dann tauchen ein Mann und eine Frau in kompletter Tauchausrüstung aus dem Wasser auf.

Der Mann ist Behindertentauchlehrer Christian Schroer. Zusammen mit seiner 17-Jährigen Tochter Jaqueline und dem Vredener Manfred Albers leitet er den Tauchkurs, der als Erwachsenenbildungsangebot in diesem Jahr schon zum zweiten Mal von den Werkstätten Haus Hall in Gescher angeboten wurde.

Gut für die Gesundheit

Insgesamt zwölf Menschen mit Handicap im Alter von 20 bis 47 Jahren sind an diesem Freitag, aufgeteilt in zwei Gruppen, von 8 bis 15 Uhr im Hallenbad, um zu tauchen. „Man merkt einfach, dass es den Leuten Spaß macht. Die haben so eine Gelegenheit nicht oft. Mit dem Tauchkurs ermöglichen wir ihnen also etwas ganz Besonderes“, sagt Christian Schroer.

Und auch, wenn es beim Tauchen in erster Linie um den Spaß geht, so sei es auch sehr gut für die Gesundheit. „Unter Wasser entsteht Druck auf den Gefäßen, und es fühlt sich so an, als hätte man kein Körpergewicht“, erklärt Jaqueline Schroer, die gerade eine Ausbildung zur Behindertentauchlehrerin macht. Diese Bewegungsfreiheit und Ruhe unter Wasser wirkten sich dann positiv auf die Psyche der Teilnehmer aus. „Unter Wasser sind alle gleich. Auch wenn wir vielleicht nicht zusammen laufen können, können wir doch zusammen tauchen“, so Christian Schroer.

Es fehlt noch das passende Hallenbad

Für ihn und seine zwei Mitstreiter ist das Tauchen mit behinderten Menschen eine Herzensangelegenheit, für die sie am Freitag von ihren Arbeitgebern und der Schule freigestellt wurden. Sie alle sind Mitglieder beim Behindertentauchverband IDDA und tauchen regelmäßig mit Behinderten oder Unfallopfern in Duisburg. Auch hier in der Gegend planen sie zusammen mit Haus Hall regelmäßigere Tauchkurse, die zum Beispiel einmal im Monat stattfinden.

Allerdings fehlt ihnen dazu noch ein passendes Hallenbad. Die Teilnehmer würden sich auch über ein monatliches Tauchangebot freuen. Jakob Schmidt meint: „Es macht Spaß, unter Wasser zu sein.“ Das liege bei ihm unter anderem daran, dass sein Sternzeichen Fische ist.

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