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Mehr Strom für Stahlwerk

Stadtwerke investieren in Produktion von Strom aus Biogas

WITTEN Die Wende in der Energiepolitik hin zu erneuerbaren Energien hat Beteiligungen der Stadtwerke an Kraftwerken in Lünen und Hamm, sowie dem Windpark vor Borkum entwertet, so Geschäftsführer Uwe Träris. Trotzdem will das Unternehmen in diesem Jahr 5,6 Millionen Euro investieren.

Stadtwerke investieren in Produktion von Strom aus Biogas

Die 19 alten Schaltanlagen an der Obergasse werden ersetzt.

„Bei jeder Entscheidung müssen wir sehr genau darüber nachdenken, ob sie auch wirtschaftlich für uns ist“, unterstreicht Träris, dass die negative Entwicklung bei den Beteiligungen finanziell sehr problematisch ist. Trotzdem wolle man nicht nur investieren sondern auch das Niveau bei der Ausbildung und beim Sponsoring fortsetzen. „Wir unterstützen weiterhin unter anderem Aktivitäten im Sport, beim Kulturforum und Stadtmarketing.

In einigen Bereichen haben wir allerdings in Absprache mit den Unterstützten Kürzungen vorgenommen“, erläutert Träris. Der größte Teil der geplanten Investitionen fließt in drei große Projekte in drei Stadtteilen:

Noch bis Dezember wird für 1,8 Millionen Euro das Blockheizkraftwerke am Bommerfelder Ring umgerüstet, um dort aus Biogas „grünen“ Strom und „grüne“ Wärme zu erzeugen. Jeweils zehn Millionen Kilowattstunden Strom und Wärme sollen 4000 Haushalten Energie liefern und 700 Haushalte heizen. Dabei werden 7,5 Millionen Kilogramm Kohlendioxid eingespart. Um die gleiche Leistung mit Sonnenenergie zu erzielen, wäre eine Fläche von zwölf Fußballfeldern notwendig.

Einem schmalen Gebäude in der Obergasse sieht man nicht an, dass es gewissermaßen der große „Sicherungskasten“ für die Innenstadt ist. Schon 1903 stand an gleicher Stelle das erste Kraftwerk Wittens. Die mit Straßennamen markierten 19 Schaltanlagen im Haus stammen aus den 60er Jahren. Für eine Millionen Euro sollen sie ab Mai ersetzt werden. „Wir machen das im laufenden Betrieb und hoffen, dass es für die Bewohner der Innenstadt nicht zu Ausfällen kommt“, unterstreicht Stadtwerke Mitarbeiter Frank Bartsch. Keine großen Bauarbeiten

Industrie und Gewerbe, vor allem das Stahlwerk Lohmann, brauchen viel Strom. Mit einem 10kV-Stromkabel werden die Stadtwerke in wenigen Wochen deshalb die Leistung dort um 25 Prozent verbessern. Es wird über vier Kilometer von der Station Steinenhaus zur Schweerstraße und weiter zur Firma Lohmann verlegt. Anlieger und Geschäftsleute in der Meesmannstraße müssen jedoch nicht schon wieder große Bauarbeiten fürchten. „Bis auf gut 100 Meter haben wir auf der ganzen Strecke Leerrohre liegen und können die Kabel über kleine Löcher einziehen“, erläutert Bartsch.

Bei der Erneuerung einer alten Wasserleitung an der Durchholzer Straße ergreifen die Stadtwerke die Chance, dort für rund 400 000 Euro auch eine Gasleitung zu verlegen. Insgesamt 110 Häuser können dann ihre Heizung auf Erdgas umstellen. Die Stadtwerke hoffen damit auch auf neue Kundschaft. Baubeginn ist im Frühjahr.

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