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Stahlwerk will Nachwuchs wieder selbst schmieden

WITTEN Die Wittener Produktionsstätte der Deutschen Edelstahlwerke will das Ausbildungszentrum Ruhr wieder übernehmen. Der Nachwuchs soll von der neuen Karriere-Werkstatt profitieren.

Stahlwerk will Nachwuchs wieder selbst schmieden

Dr. Rolf Steinmetz, geschäftsführender Gesellschafter von AZR.

Nicht kleckern, sondern klotzen - das ist im derzeitigen Boom die Devise beim Stahl. "Mit dem Besitzerwechsel von Thyssen zu Schmolz + Bickenbach verfolgen wir eine ganz klare Vorwärtsstrategie", beschreibt darum Arbeitsdirektor Peter Schweda den Kurs der Wittener Produktionsstätte der Deutschen Edelstahlwerke (DEW), ehemals Edelstahl Witten Krefeld.

Das könne natürlich nicht nur für die Produktionstechnik gelten, sondern sei auch wichtig für den Bereich der Aus- und Weiterbildung. "Darum haben wir uns entschieden, die Ausbildung wieder zurück in unser Unternehmen zu holen", bekräftigt Schweda.

Frühzeitige Identifikation

Sie sei ja einst unter Risikogesichtspunkten ausgelagert worden, erinnert er sich. Das so entstandene Bildungswerk Witten/Hattingen musste 2004 allerdings Insolvenz anmelden. Nach einer Neustrukturierung entstand damals das Ausbildungszentrum Ruhr. Wie Phönix aus der Asche erlebte es einen kometenhaften Aufstieg: Zahlreiche Betriebe aus dem Umgebung - unter ihnen das benachbarte Stahlwerk - ließen ihren Nachwuchs dort schulen.

Jetzt soll das "Ausbildungszentrum Ruhr" wieder zurück in den Stahlkonzern geholt werden. "Wir wollen, dass die jungen Menschen sich schon früh mit unserem Namen identifizieren", erklärt der DEW-Arbeitsdirektor.

Ausbildungsangebot soll ausgebaut werden

Alle Ausbilder aus dem AZR sollen übernommen werden, es kommen eigene Ausbilder des Stahlunternehmens dazu: "Wir haben eine hohe Kompetenz und wir werden die Ausbildungsangebote noch ausbauen. Den anderen Unternehmen, die das Zentrum nutzen- z.B. Pilkington und Neuhaus-Galladé - werden wir ein guter Partner sein", bekräftigte Schweda. Alles könne so weiterlaufen wie bisher.

Noch laufen die Vertragsverhandlungen mit Dr. Rolf Steinmetz, der als geschäftsführender Gesellschafter von AZR verkauft. Er wird eigene Produktionsaktivitäten am Standort selbst weiter betreiben. Der übrige Betrieb soll zum Jahreswechsel zu DEW übergehen. Über den Kaufpreis für das Zentrum wollen die Vertragsparteien nicht reden. Es dürfte sich um einen Millionendeal handeln.

Derzeit werden 240 junge Leute im AZR in zahlreichen unterschiedlichen Berufen wie Mechatroniker, Elektrotechniker und Verfahrensmechaniker ausgebildet. Karriere-Werkstatt soll das Zentrum dann heißen. Schweda betont, der Name sei Programm: Wir wollen dort kleine und große Karrieren organisieren." Lin

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