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"Strahlkraft für NRW"

Startschuss für das Institut für Populäre Musik fällt

BOCHUM Bochum erweitert sein Bildungs- und Wissenschafts-Portfolio. Ab dem Studienjahr 2014 soll das „Institut für Populäre Musik“ Künstler und Kreative anlocken. Am Montag gaben die Stadt und die Kooperationspartner den offiziellen Startschuss. Als potentielle Dozenten sind unter anderem Peter Maffay und Udo Lindenberg angefragt worden.

Startschuss für das Institut für Populäre Musik fällt

Michael Townsend und Dr. Ottilie Scholz mit einem ersten Entwurf der modifizierten Räumlichkeiten für das neue "Institut für Populäre Musik".

Mit im Boot sind neben der Essener Folkwang Universität der Künste, an der das neue Institut angesiedelt sein wird, das European Centre For Creative Economy (ecce) und die SAE-Institute. Gemeinsam, so betonte man gestern, wolle man mit einem „Konzept für ein neuartiges künstlerisches Projektstudium“ (Prof. Kurt Mehnert, Rektor der Folkwang Universität der Künste) „eine große Strahlkraft für NRW und darüber hinaus entwickeln“ (Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW).

„Bochum hat in der Metropole Ruhr eine eindeutige Alleinstellung als größter Hochschulstandort“, sagte OB Ottilie Scholz zur Wahl des Standortes und verwies auf die sechs bereits vorhandenen Hochschulen der Stadt. „Hier haben wir die passende Infrastruktur“, so die Oberbürgermeisterin – und geeignete Räumlichkeiten: die Zeche an der Prinz-Regent-Straße. „Die Bochumer Symphoniker, die hier derzeit noch proben, ziehen hoffentlich spätestens 2016 ins Musikzentrum um“, so Kulturdezernent Michael Townsend. Vor vielen Jahren hatte man mit den BoSy einen Zehnjahres-Mietvertrag geschlossen, der bis 2018 läuft. Bis dahin stellt Bochum daher der neuen Pop-Akademie die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung – 250.000 Euro nimmt die Stadt dafür in die Hand. Damit man wie geplant 2014 starten kann, werden zunächst andere Räume „hergerichtet“. In welcher Form nach dem Auszug der BoSy Umbauarbeiten anfallen, sei noch nicht endgültig klar. Nach Details zu Inhalten und Lehrenden des neuen Institutes gefragt, hielten sich die Verantwortlichen zunächst zurück, warfen dann aber Namen wie Peter Maffay und Udo Lindenberg in den Raum.

Ein Masterstudiengang soll es werden. Für acht Studenten pro Semester, 32 insgesamt. In einem Projektstudium sollen „Künstlerpersönlichkeiten“ ausgebildet werden. Soviel zur Theorie. In welchen Berufsfeldern die Absolventen unterkommen können, und welche Namen unter den Dozenten sein werden – dazu hielten sich die Verantwortlichen bedeckt. „Vorgespräche“ habe man mit Peter Maffay und Udo Lindenberg geführt, so Prof. Dieter Gorny, der mit seinem ecce bei der Konzeptentwicklung Impulse gegeben und Kontakte geknüpft hat. Aber final entschieden, so betont man, sei noch gar nichts. Als Besonderheit des Studiums nennt Prof. Kurt Mehnert, Rektor der Folkwang Universität der Künste, die „interdisziplinäre Vernetzung mit den anderen Folkwang-Künsten wie Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft“. Das Studium mit Projektcharakter solle auf die individuellen Bedürfnisse der Studenten zugeschnitten sein.

Bewerben können sich Künstler und Künstlerinnen, die bereits einen Bachelor-Abschluss haben oder über künstlerische Erfahrung verfügen. Angestrebter Abschluss ist der Master of Music (M. Mus.). „Es geht darum, dass Künstlerpersönlichkeiten ihre vorhandenen künstlerisch-praktischen Erfahrungen erweitern können“, sagt Mehnert. Das Institut solle demnach ein Ort für Künstlerinnen und Künstler, für junge Kreative und zugleich für innovative Vermarkter von Popmusik sein. Damit, so ist sich Svenja Schulze, NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, sicher, „schließen wir eine Lücke im Bildungsangebot von NRW.“ Dafür hat das Land ergänzende Mittel zugesagt. Zunächst 145.000 Euro Entwicklungsbudget für 2013, einmalig 400.000 Euro für die Ersteinrichtung, im Weiteren jährliche Mittel für die Lehre und ab 2018 Mietkosten.

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