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"Absurd und fehlplatziert"

Steude rudert nach Pussy-Riot Aktion zurück

BOCHUM „Leider ist die von uns durchgeführte Pussy-Riot Aktion nicht so verlaufen, wie dies von uns beabsichtigt war.“ Mit diesen Worten beginnt Volker Steudes Stellungnahme zur Aktion vom Dienstag an der Marienkirche. Denn nicht nur von Seiten der Stadt hagelte es im Nachhinein Kritik.

Steude rudert nach Pussy-Riot Aktion zurück

Nach der fragwürdigen Inszenierung eines Pussy Riots an der Marienkirche hagelt es Kritik.

In der grundlegenden Sache – dem Aufzeigen von Defiziten bei politischer Entscheidungsfindung – sei der Vergleich mit der russischen Pussy-Riot-Bewegung aber durchaus gerechtfertigt, meint der Initiator des Bürgerbegehrens gegen das Musikzentrum weiter.

Nur unpraktisch, dass die vier Frauen offenbar nicht als Aktivistinnen hinter der Sache des Bürgerbegehrens Musikzentrum stehen. Zumindest mussten sie sich die Argumente für das Bürgerbegehren vorsagen lassen. „Der Auftritt war platt und peinlich, keine Frage“, gesteht Steude im Nachhinein ein. Einen Authentizitätsverlust für das Bürgerbegehren sieht er trotz der fragwürdigen Aktion nicht: „Die Sache steht außer Zweifel.“

Auch von anderen Stellen finden sich deutliche Worte zu Geschehnissen. So versah Monika Pieper, Vorsitzende der Piraten in Bochum, einen Kommentar beim Kurznachrichtendienst Twitter zur Aktion mit dem Vermerk „peinlicher Auftritt“. Auch von der FDP wird Kritik geäußert.„Es ist vollkommen absurd und fehlplatziert, Parallelen zwischen der politischen Entwicklung Russlands und der Debatte um das Musikzentrum zu konstruieren“, äußert sich Kreisvorstandsmitglied Lukas Krakow. „Zu einer besseren Debattenkultur in Bochum tragen solche Inszenierungen nicht bei.“

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