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Unternehmen plant Untersuchungen

Suche nach Gas bald auch in Witten?

WITTEN Während Landespolitiker in Düsseldorf darüber streiten, ob in NRW überhaupt nach Gas gebohrt werden soll, plant die Firma Wintershall aus Kassel bereits Gesteins-Untersuchungen, die auch im EN-Kreis und damit in Witten stattfinden könnten.

Von der holländischen Grenze bis zum Sauerland reichen die beiden Gebiete Rheinland und Ruhr, für die sich Wintershall, eine BASF-Tochter, die Möglichkeit gesichert hat, dort nach Gas zu suchen. Das Gebiet zieht sich von West nach Ost mitten durch den EN-Kreis und umfasst auch Wittens südlichen Teil, etwa jenseits der Ruhr.

"Wir wissen nicht, ob wir auch in Witten bohren werden. Experten prüfen gerade, wo Gesteins-Untersuchungen sinnvoll sind. Untersucht werden sollen vor allem Schiefervorkommen an der Oberfläche. Da kommt man fast mit der Hand ran", erläutert Stefan Leunig, Sprecher von Wintershall. Wenn es Kernbohrungen gebe, bei denen ein Gesteinskern zur Untersuchung aus der Erde geholt werde, dann nur "oberflächennah" in 100 bis 200 Metern Tiefe. Im Frühjahr will das Unternehmen bei der Bezirksregierung Arnsberg Anträge auf Genehmigung der Gesteinsproben und Bohrungen stellen und möglichst schon im Spätsommer bohren.

Dass das Unternehmen innerhalb von drei Monaten von der Bezirksregierung in Arnsberg, der zuständigen Bergbehörde für ganz NRW, eine Genehmigung bekommen könnte, ist laut Julia Beuerlein, Sprecherin der Bezirksregierung, kaum möglich: "Wir haben seit August den Antrag für Bohrungen im Münsterland vorliegen. Da gibt es bis jetzt keine Genehmigung und sie wird sich auch weiter verzögern, weil wir vom Unternehmen eine wasserrechtliche Erlaubnis gefordert haben." Grundsätzlich, so unterstreicht Beuerlein, würde ein Antrag auf Probebohrungen sehr sorgfältig geprüft und man werde sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen.

Sollte es zu Probebohrungen kommen, so unterstreicht Stefan Leunig, sei der Weg bis zum tatsächlichen Abbau von Gas noch sehr weit. Anhand der ersten Bohrungen wolle man feststellen, ob im Schiefer überhaupt Anhaltspunkte für nennenswerte Gasvorkommen zu finden seien. Wenn ja, zöge das intensivere Probebohrungen – die genehmigt werden müssen – nach sich. Dazu Stefan Leunig: "Die Ergebnisse der Voruntersuchungen müssen sorgfältig ausgewertet werden – immer unter der Bedingung, dass eine Schiefergasproduktion ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar ist." 

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