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Insolvenz verschleppt

22 Monate auf Bewährung für Südlohner Unternehmer

SÜDLOHN Gegen einen 58-jährigen Mann und dessen 30-jährige Tochter aus Südlohn wurde am Montagvormittag am Landgericht Münster vor der 7. Großen Strafkammer der Prozess wegen Insolvenzverschleppung eröffnet. Obwohl ein weiterer Verhandlungstag angesetzt war, ist am Montagnachmittag bereits ein Urteil gefällt worden.

22 Monate auf Bewährung für Südlohner Unternehmer

Das Landgericht Münster

Der 58-jährige Südlohner ist zu einem Jahr und zehn Monate auf Bewährung verurteilt worden. Das Verfahren gegen die Tochter wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen Zahlung von 6000 Euro an die Staatskasse nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung (StPO) eingestellt. "Dadurch ist die Frau nicht vorbestraft", erklärte der Sprecher des Landgerichts auf Anfrage der Münsterland Zeitung.

Bei einer Einstellung nach dieser Vorschrift sei man aber auch nicht freigesprochen, allerdings wiege die Schwere der Schuld nicht so schwer. Damit blieb das Gericht unter den geforderten zwei Jahren der Staatsanwaltschaft.

6000 Euro an Staatskasse

Zur Anklage: Der Mann hat ein Unternehmen im Bereich Anlagen- und Maschinenbau in Südlohn geführt. Ihm wurde vorgeworfen, in den Jahren 2007 bis 2008 Insolvenzanträge zu spät gestellt, Sozialversicherungsbeiträge nicht, beziehungsweise nicht vollständig an die Krankenkassen abgeführt zu haben und trotz drohender Zahlungsunfähigkeit pflichtwidrig Entnahmen aus dem Gesellschaftsvermögen getätigt zu haben.

Der 30-Jährigen wurde vorgeworfen, als Geschäftsführerin in einem Fall Insolvenzverschleppung begangen zu haben. Darüber hinaus wurde ihr Beihilfe zu mutmaßlichen Untreue- und Bankrotttaten des Mitangeklagten zur Last gelegt.

Urteil rechtskräftig

Bei der Verhandlung zeigten sich die Angeklagten geständig. Zum entstandenen Schaden wurden vom Richter fünf Zeugen gehört, danach habe sich der Sachverhalt milder dargestellt als zunächst vermutet. Dadurch ist das Urteil unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft ausgefallen.

Da sowohl Staatsanwaltschaft und Angeklagter auf Rechtsmittel verzichtet haben, ist das Urteil rechtskräftig.

§153a (1) StPO (Auszug): Mit Zustimmung des für die Eröffnung des Hauptverfahrens zuständigen Gerichts und des Beschuldigten kann die Staatsanwaltschaft bei einem Vergehen vorläufig von der Erhebung der öffentlichen Klage absehen und zugleich dem Beschuldigten Auflagen und Weisungen erteilen, wenn diese geeignet sind, das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen, und die Schwere der Schuld nicht entgegensteht.

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