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Skulptur im Kreisel Ramsdorfer Straße beschädigt

Anschlag auf die Kunst

Südlohn Fast zwölf Jahre war der Kreisel an der Ramsdorfer Straße auch Kunstraum. Seit Februar aber sucht man die Metallskulptur vergebens.

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Nach massiver Einwirkung im Sockelbereich war die Standsicherheit der Kunst im Kreisel gefährdet

Foto: Ulrich Kuhlmann

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Einweihungsfeier im Jahr 2006: „Das Tor Südlohns zur Welt“ des Künstlers Ulrich Kuhlmann am Kreisverkehr an der Ramsdorfer Straße.

Foto: Georg Beining (Archiv)

Zur Erinnerung: Der Weg bis zur Installation der „Kunst im Kreisel“ im März 2006 war ein durchaus steiniger. Zwei Jahre dauerte allein die Überwindung der bürokratischen Hürden, und kritische Stimmen gab es zudem vorher und auch noch nachher.

Jetzt musste das Kunstwerk, eine Leihgabe des Künstlers Ulrich Kuhlmann an die Gemeinde Südlohn, abgebaut werden, weil die Standsicherheit gefährdet war. Der Grund: Die Skulptur wurde von Unbekannten zerstört. Vermutlich irreparabel.

Deutliche Schieflage

Eher zufällig war dem Künstler selbst Anfang Februar aufgefallen, „dass da etwas nicht stimmte“. Als er nämlich abends am Kreisel vorbeigefahren sei, habe sich die eine Seite in deutlicher Schieflage befunden. „Die Kästen waren von innen komplett kaputt gebogen, als ob nur noch ein U übrig geblieben sei“, erinnert sich Kuhlmann an seine anschließende Besichtigung vor Ort. „Als ob man dagegen getreten habe“, beschreibt er seinen Eindruck. Auch wenn das Objekt nämlich ausgesprochen massiv wirkt, ist es das nicht. „Es handelt sich um eine Hohlkonstruktion aus Stahlblech“, erklärt der Ramsdorfer Künstler und ist entsetzt. Schäden habe er in der Vergangenheit an der Skulptur schon häufiger entdeckt, deute diese aber eher als Spuren von Rasenmähereinsätzen. Auch ein Sturm hatte der Kunst arg zugesetzt, sie aber nicht vernichtet.

Das aber scheint nach einer ersten Einschätzung Ulrich Kuhlmanns nun der Fall zu sein. „Ich bezweifle, dass sie repariert werden kann.“ Die demontierte Skulptur befindet sich inzwischen in seinem Atelier. Einschusslöcher, wie sie als Gerücht im Ort kursierten, habe er aber keine feststellen können.

Klären, wie es weitergeht

Für Bürgermeister-Stellvertreter Werner Stödtke ist dieser Vorfall „ein ganz trauriges Kapitel“. Am Freitag hat er mit Kuhlmann telefoniert und weitere Gespräche verabredet, um zu klären, wie es weitergeht. Auch darüber, wie die Gemeinde mit dem Schadensfall umgeht, ob es möglicherweise demnächst einen Ersatz geben kann. Ulrich Kuhlmann weiß um das Problem, dass in einem solchen Fall von Vandalismus keine Versicherung zahlt, hofft aber auch auf ein Entgegenkommen der Gemeinde: „Schließlich hat die ja auch zwölf Jahre das Kunstwerk für sich nutzen können.“

Dass für ihn nicht nur ein künstlerischer sondern auch ein finanzieller Verlust entstanden ist, bestätigt er auch. „In einwandfreiem Zustand wäre das Objekt rund 14.000 Euro wert.“

Anzeige bei der Polizei hat er bislang aber nicht erstattet. „Das bringt doch nichts“, sagt er und überlegt doch, ob er das noch nachholen will.

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