Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Bürgerforum zum Handlungskonzept Oeding

Ansichten über Ortskern prallen aufeinander

Oeding Rund 60 Oedinger hielten auf Einladung der Gemeindeverwaltung Ausblick auf die Zukunft ihres Ortsteils. Es wurde durchaus kontrovers diskutiert.

Ansichten über Ortskern prallen aufeinander

Wie soll sich Oeding in Zukunft entwickeln? Hier ist aus der Vogelperspektive in der Mitte der Kirmesplatz (Rasenfläche) zu sehen. Foto: Bernd Schlusemann

Kontrovers ging es zu am frühen Dienstagabend in der Jakobihalle. Und mit der Zeit bekamen sicher einige der gut 60 Besucher zunehmend den Eindruck, dass kaum noch jemand derselben Meinung war wie sein Gegenüber. Das Thema dieses Abends – zwar vom Titel her eher theoretisch-trocken – barg allerdings auch einigen Zündstoff. Es ging um das „integrierte Handlungskonzept Ortskern Oeding“. Dazu eingeladen hatte das Büro „Pesch Partner Architekten Stadtplaner“. Gekommen waren von dort Jaqueline Thate, Julian Schäfer und Felix Kutzera, der Moderator dieser Informations- und Diskussionsveranstaltung.

Vor fast anderthalb Jahren – im November 2016 – hatte das Dortmunder Stadt- und Raumplanungsbüro eine derartige Veranstaltung schon für Südlohn in der damaligen Roncalli-Hauptschule ausgerichtet. Zu der waren immerhin rund 120 Bürger gekommen.

Vier Themen standen auf dem Plan

Zum Oedinger „Bürgerforum“ hatten sich nun ganz überwiegend Ratsmitglieder, Vertreter der heimischen Vereine und Verbände sowie zahlreiche Gewerbetreibende eingefunden. Ähnlich wie damals in Südlohn sollten auch am Dienstagabend wieder vier Schwerpunktthemen von den Besuchern diskutiert und bearbeitet werden: „Ortskern und dessen Gestaltung“, „Wohnen und Versorgung“, „Freizeit und Gemeinschaft“ sowie „Mobilität und Infrastruktur“.

Anfängliche Skepsis mancher Besucher war nicht zu überhören. Auf die Frage nach den Erwartungen an diesen Abend meinte etwa der Oedinger Christoph Hesse: „Ich bin ziemlich ergebnisoffen und rechne mir nichts aus. Und was die Konzepte angeht: Wird da von uns etwas erwartet?“ Josef Schleif sah das ähnlich: „Ich erwarte relativ wenig. Denn die Pläne für den Ortskern und das Umfeld sind alle längst verabschiedet“, so das grüne Ratsmitglied.

Ansichten über Ortskern prallen aufeinander

Vier Schwerpunktthemen zur Zukunft Oedings wurden von den Besuchern des „Bürgerforums“ in Arbeitsgruppen bearbeitet. Am Ende konnten die Besucher grüne und rote Klebepunkte im Ortsplan verteilen. Foto: Georg Beining

Bürgermeister Christian Vedder verbreitete in seiner Begrüßung eher mehr Optimismus – ehe es unmittelbar an die Themen ging. Dabei erwies sich der Bereich „Ortskerngestaltung“ als besonders attraktiv und zugleich umstritten. Fast die Hälfte der Besucher hatte dort Diskussionsbedarf, und die Ansichten prallten munter aufeinander. So sehnen offenbar viele Bürger den Bau der Ortsumgehung geradezu herbei, um überhaupt endlich konkret über eine Ortskerngestaltung nachdenken zu können. Vertreter des heimischen Handels hingegen sehen den Bau der Umgehung als „schweren Schlag“ für die heimische Wirtschaft.

Kirmesplatz ist heftig umstritten

Heftig umstritten ist in der Gemeinde offenbar auch, was mit dem Kirmesplatz künftig geschehen soll. Er solle als Freifläche erhalten bleiben, allerdings attraktiver gestaltet werden, so beispielsweise SPD-Ratsfrau Barbara Seidensticker-Beining. Helmut Tecker hat nichts gegen die Bebauung des Platzes einzuwenden, ob mit einem Drogeriemarkt oder einer Altenpflegeeinrichtung. Allerdings müsse dann eine vernünftige Alternative als Kirmesplatz gesucht werden. Alt-Oeding und seine Zukunft erwies sich genauso als Reizthema zwischen den lebhaft, aber sachlich diskutierenden Besuchern. Hier reichten die Vorschläge von der Neugestaltung und Erhaltung mancher Bereiche um den Burgring bis hin zum Abriss.

Die kontroversen Ansichten werden sicher so bald nicht ausgeräumt werden können, so viel steht nach dieser Veranstaltung wohl fest. Die Planer nahmen die Anregungen mit nach Dortmund und werden beim nächsten öffentlichen Termin, der noch vor den Sommerferien stattfinden soll, erste Ergebnisse präsentieren.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Eichenprozessionsspinner in Südlohn

Giftige Raupen befallen Schutzhütte und Kindergarten

Südlohn Der Eichenprozessionsspinner hat sich an mehreren Stellen in Südlohn ausgebreitet. Die Gemeinde hat den Kampf gegen die Nester aufgenommen.mehr...

Stellmacherei war Grundstein für Baustoffhandel in Südlohn

Wehling und Busert besteht seit 100 Jahren

Südlohn. 1918 – der Erste Weltkrieg ist vorbei. Der Holzhandwerksbetrieb Wehling startet. Und immer noch steht Holz hoch im Kurs bei Wehling & Busert in Südlohn – nicht nur.mehr...

Wildpinkler sind ein Ärgernis für Südlohner

Notdurft landet an den Gärten am Vitusring

Südlohn Wer am Busbahnhof mal muss, hat ein Problem. Die Notdurft landet dann nicht selten im Gebüsch – und damit quasi direkt im Garten von Anwohnern.mehr...

B70-Sperrung bei Oeding wird aufgehoben

Ab Freitagmittag wieder freie Fahrt auf der B70

Oeding Die Bundesstraße 70 kann ab Freitag, 18. Mai, wieder in beide Richtungen befahren werden. Abgeschlossen sind die Baumaßnahmen aber noch nicht. Es gilt Tempo 50 und Überholverbot. Radfahrer brauchen noch etwas Geduld.mehr...

Menke Mühle in Südlohn öffnet zum Mühlentag

Mahlen und sägen wie vor 100 Jahren

Südlohn Die Maschinen sind geschmiert und der TÜV war auch da. Bei der Menke Mühle in Südlohn freut man sich auf viele Besucher am Mühlentag – es ist ein Jubiläum.mehr...

Noch viele Schäden in Südlohner Wäldern

Holz satt für die Förster

Südlohn Jetzt wird aufgeräumt: Mit schwerem Gerät beseitigen Förster die Sturmschäden in Südlohns Wäldern. Sägewerke stoßen bereits an ihre Grenzen.mehr...