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Jakobihalle

Baugrund muss nachverdichtet werden

OEDING An ungewohnter Stelle begann die jüngste Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt: Nicht im Sitzungssaal, sondern an der Jakobihalle. Zwar gab es nicht viel zu sehen, aber einen Eindruck konnten sich die Kommunalpolitiker davon machen, was dort gerade „im Untergrund“ vor sich geht.

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Der Kunstharz wird in den Untergrund injiziert.

Der Bauausschuss unter Vorsitz von Thomas Harmeling (4. v. l.) machte sich an der Jakobihalle einen Eindruck von den Verdichtungsarbeiten.

Verdichtung ist das Stichwort. Im südwestlichen Bereich der Mehrzweckhalle, die in den 1980-er Jahren gebaut wurde, ist die Bodenplatte teilweise unterhöhlt. Der Baugrund war abgesackt. „Wahrscheinlich“, so mutmaßte Bauamtsleiter Dirk Vahlmann vor Ort, „sind seinerzeit Fehler bei der Verdichtung des Baugrunds unterlaufen“. Vielleicht sei nicht immer das geeignete Material verwendet worden, vielleicht nicht genug nachverdichtet worden – Fakt ist auf jeden Fall, dass nun Abhilfe geschaffen werden musste gegen die Absackungen im Baugrund. Die Tragschicht unter dem Betonboden der Jakobihalle muss optimiert werden. Alles dafür aufreißen – das ist glücklicherweise nicht notwendig. Dank der „expandierenden Harze“, die die beauftragte Fachfirmea Uretek nun in die kleinen Höhlenlandschaften unter der Jakobihalle injiziert. Mit Spezialbohrern werden 16-Millimeter-Löcher durch die Fundamente bis in die „Problemzonen“ gebohrt, mit einer Injektionspistole wird dann der Zweikomponenten-Kunststoffharz mit geringem Druck in den Baugrund gepresst. Die Komponenten breiten sich dann aus – sie expandieren – auch seitlich, sie füllen die Hohlräume auf.

Dass die Standfestigkeit der Jakobihalle gesichert werden muss, daran herrschte auch bei den Kommunalpolitikern kein Zweifel. Diese konnten sich anhand der Schautafel am Firmen-LKW einen Eindruck vom Geschehen machen. Die Kosten für die Baumaßnahme an der Jakobihalle liegen bei rund 63 000 Euro, wie Dirk Vahlmann dem Ausschuss mitteilte.

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